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Informationsschrift für alle Angehörigen der Städt. Heinrich-Heine-Gesamtschule Düsseldorf
Herausgeberin und für den Inhalt verantwortlich i.S.d.P.: Luise Hoffmann-Briel, Schulleiterin
Heinrich-Heine-Gesamtschule Düsseldorf
40237 Graf-Recke-Str.170 und 94/96
Tel.: 0211 8998512
FAX: 0211 8929274


Düsseldorf, 09. Juni 2009

Liebe Eltern,
liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

wieder geht ein für die Schulentwicklung spannendes Schuljahr zu Ende. Wir haben Entscheidungen für die Entwicklung unserer Schule in den kommenden Jahren getroffen.

Die Schulkonferenz hat am 08.06. den Beschluss gefasst, unsere Schule zur Zertifizierung als Europaschule anzumelden. Wir erfüllen nun im Wesentlichen die Voraussetzungen dafür, wollen und müssen aber den Europagedanken noch stärker in den Curricula verankern. Eine wichtige Bedingung, die Partnerschaft bzw. den Austausch mit 2 Schulen in unterschiedlichen Ländern, erfüllen wir nun: Es ist uns gelungen, neben der Partnerschule in Italien auch eine Partnerschule in England zu finden und sogar schon einen Schüleraustausch zu organisieren. In der Woche vom 31.05. bis 05.06. hatten wir eine Gruppe von 20 Schülern der Gravesend Grammar School for Boys in Gravesend, Kent zu Gast. Die Schüler verbrachten die Woche in Familien des 8. und 9. Jahrgangs. Natürlich waren sie auch bei den Familien von Schülerinnen untergebracht. Da die englischen Jungs begeisterte Fußballspieler sind, wurden 2 Fußballspiele organisiert. Ansonsten verbrachten sie die ersten Tage (Pfingsttage) bei schönem Wetter im Schwimmbad bzw. unternahmen Ausflüge etc mit der jeweiligen Gastfamilie. In den anschließenden Tagen wurden sie durch das Benrather Schloss und das Rathaus geführt und genossen den Ausblick auf die Stadt vom Fernsehturm aus. An einem weiteren Tag machten sie einen Ausflug nach Köln. Der Austausch wurde von Herrn Schmitt organisiert, Frau Gratzfeld unterstützte ihn dabei.

Der Gegenbesuch unserer Schülerinnen und Schüler ist für den Monat November verabredet.


Gewaltprävention

Im Anschluss an die Kollegiumsfortbildung zur Gewaltprävention haben die Lehrerinnen und Lehrer des 5. und 6. Jg. sich auf ein Konzept zur Durchsetzung von im Klassenraum geltenden Regeln geeinigt, das ebenfalls von der Schulkonferenz verabschiedet worden ist. Über ein konsequentes Sanktions- aber auch ein Belohnungssystem sollen die Schülerinnen und Schüler dazu gebracht werden, die Klassenregeln besser einzuhalten.

Daneben hat die SK beschlossen, in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen und Männer (SKFM) ein Verfahren des Täter-Opfer-Ausgleichs an unserer Schule einzuführen.

Die West Side Story in der Schule

Am 09.06. hatten die beiden WP Gruppen Darstellen und Gestalten des 9. Jg. ihren großen Auftritt in unserer Aula: Sie präsentierten das berühmte Musical West Side Story von Leonard Bernstein. Unter der Anleitung der beiden DuG-Lehrkräfte Frau Lohrengel (Regie und Gesamtleitung) und Herrn Schmitt (Musik) und mit der professionellen Unterstützung zweier Tänzerinnen/Choreografinnen des Tanzhauses NRW, Frau Nora Pfahl und Frau Emily Welther, brachten die Schülerinnen und Schüler das Stück auf die Bühne und wurden für ihre herausragende Leistung mit sehr viel Applaus bedacht.


Kooperation mit der Kulturstiftung der Stadtsparkasse

Die Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf verleiht seit mehreren Jahren einen Literaturpreis an deutschsprachige, meist junge Autoren, deren Werk Verknüpfungen zu anderen Medien beinhaltet. Die diesjährige Preisträgerin Ursula Krechel wird am 29.06. zu einer Lesung für unseren 11. und 12. Jahrgang in unsere Schule kommen. (Bericht folgt im nächsten Heine-Info).

Abschlusszahlen

Üblicherweise teile ich Ihnen an dieser Stelle die Abschlusszahlen mit. Aufgrund der etwas früheren Drucklegung ist das in diesem Jahr nicht möglich, da zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Heine-Infos noch nicht alle Prüfungen (Abitur und 10. Jg.) abgeschlossen sind.

Nachprüfungen

Alle Schülerinnen und Schüler, die zur Nachprüfung zugelassen sind, müssen sich bis zum 03.07.2009 schriftlich angemeldet haben. Die Nachprüfungen werden in der letzten Ferienwoche durchgeführt: der schriftliche Teil der Nachprüfung findet am Mittwoch, den 12. August, der mündliche Teil findet am Freitag, den 14. August statt.

Abschiede

Am Ende dieses Schuljahres verlassen uns wieder einige Kolleginnen und Kollegen, teils um neue Aufgaben zu übernehmen, teils weil ihr Ruhestand beginnt:

Frau Lepsius und Frau Ulrich scheiden zum Ende des Schuljahres aus dem Dienst aus und werden in den Ruhestand versetzt. Frau Bergins geht in ein Sabbatjahr. Frau Albrecht und Frau Fuhs verlassen die Schule auf eigenen Wunsch und werden an andere Schulen versetzt.

Ich wünsche den Kolleginnen in ihrem neuen Lebensabschnitt bzw. an ihrer neuen Wirkungsstätte viel Erfolg und alles Gute.

Wir werden das neue Schuljahr voraussichtlich mit 6 neuen Lehrkräften beginnen. 3 Stellen sind schon im März besetzt worden, 3 weitere stehen zur Zeit der Fertigstellung des Infos noch aus.

Bewegliche Ferientage

Für diejenigen, die langfristig planen: Die Schulkonferenz hat die beweglichen Ferientage und den Ausgleichstag für den Tag der offenen Tür für das nächste Schuljahr festgelegt: Es sind

  • 12.02.10 Freitag vor Karneval
  • 15.02.10 Rosenmontag
  • 16.02.10 Veilchendienstag
  • 14.05.10 Freitag nach Himmelfahrt
  • 04.06.10 Freitag nach Fronleichnam

Einladung zu den Fachkonferenzen

Hiermit lade ich alle Mitglieder der Fachkonferenzen zu den Sitzungen in der letzten Ferienwoche ein. Die Termine entnehmen Sie bitte dem Terminplan auf der Rückseite des Heine Infos. Tagungsort ist das Hauptgebäude, die Räume hängen im Lehrerzimmer aus oder können im Sekretariat erfragt werden.

Da die Mitwirkungsgremien noch keine Vertreter für das nächste Schuljahr gewählt haben, nehmen die Vertreter des abgelaufenen Schuljahres teil.

Homepage

An dieser Stelle möchte ich nochmals auf unsere durch finanzielle Unterstützung der Schulpflegschaft und des Fördervereins neu gestaltete Homepage hinweisen. Dank des unermüdlichen Einsatzes von Herrn Brormann wird sie außerordentlich gut gepflegt und ist immer aktuell. Neben dem Jahresplan finden Sie dort Termine aller Art und Ankündigungen sowie Berichte über aktuelle Vorhaben und Projekte. Ein Blick hinein lohnt sich! Die Adresse lautet: www.ge-heinrich-heine.eschool.de. Sie können sie aber auch leicht über Google und den Schulnamen finden.


Zum Schluss möchte ich allen, die sich in diesem Schuljahr engagiert haben und mit Ideen, Kraft und Zeit an der Arbeit beteiligt waren, für ihren Einsatz danken, ganz besonders den Schülerinnen und Schülern, die in der SV, in den Mitwirkungsgremien und im Ganztag eine große Hilfe waren, und den Eltern, die im Ganztag, in den Mitwirkungsgremien, in Arbeitskreisen, im Förderverein und im Mensaverein Verantwortung übernommen haben und allen Kolleginnen und Kollegen, die trotz stetig zunehmender Arbeitsbelastung und Arbeitsverdichtung sich über das übliche Maß hinaus für die Kinder eingesetzt und sich in Gremien, Arbeitskreisen und Projekten eingebracht haben.

Ich wünsche allen erholsame Ferien und freue mich auf die weitere gemeinsame Arbeit im neuen Schuljahr.

Luise Hoffmann-Briel, Schulleiterin



PS

Liebe Schulgemeinde,

Frau Birkhold hatte die Druckvorlage für ein informatives Heine-Info von 20 Seiten zusammengestelt, das viele Berichte aus dem Schulleben enthalten sollte.

Nun wurden wir von der städtischen Druckerei, die unser Heine-Info bisher kostenlos gedruckt hat, mit der Nachricht überrascht, angesichts des Umfangs und Inhalts falle das Info nicht mehr unter die kostenlos zu druckenden

Publikationen. Der Druck werde der SChule mit über 2000 € in Rechnnung gestellt. Diesen Betrag hat die Schule aber leider nicht zur Verfügung, so dass wir den Druckauftrag stornieren mussten.

Sie erhalten daher nur das auf den Brief an die Schulgemeinde reduzierte Info. Die nicht gedruckten seiten können auf unserer Homepage (siehe unten) eingesehen werden.

Für die Zukunft müssen wir eine andere Lösung finden.

Mit freundlichen Gruß

Luise Hoffmann-Briel



Hier nun die weiteren Artikel, die nicht in der Druckversion enthalten sind:


"Platzierungen"

Unter diesem Titel fand der diesjährige Präsentationsabend im März dieses Schuljahres statt. Sieben Schülergruppen des 7. bis 10. Jahrgangs präsentierten ihre Jahresprojekte aus dem Fach Darstellen und Gestalten.

Geräuschimprovisationen "wusch, bumm, krach" mit pantomimischen Darbietungen, Themen aus der Märchenwelt mutig gemixt, Einblicke in die Reise der roten Blutkörperchen durch das Venensystem mit einer Tanzimprovisation verknüpft, Liebeswirren aus Shakespeares Sommernachtstraum und die Rivalitäten Jugendlicher um die Vorherrschaft im Viertel aus dem Musical "West Side Story" waren die Ausgangspunkte. Tanzchoreografien, Musikdarbietungen und Schauspielaktionen verknüpften sich zu einem abwechslungsreichen und unterhaltsamen Abend. Den Abend möglich gemacht haben die LehrerInnen I. Birkhold, H. Krömer, A. Lohrengel, M. Quesada, R. Schmitt und die Künstler und Choreographen N. Pfahl, C. Stern und E. Welther.

Wir bedanken uns bei dem interessierten und aufmerksamen Publikum!

A. Lohrengel

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Heine Fighters weiter aktiv.


„Das war sicher eine gute Lehrstunde für uns. Das Annette-von-Droste-Hülshof-Gymnasium hat unsere Defizite, aber auch unsere Stärken aufgedeckt. Wir haben ein sehr ehrgeiziges Team, so dass ich vielen Spielern, immer mal wieder, sagen und zeigen muss, wo sie sich gerade spielerisch und trainingstechnisch befinden. Basketball lernt man halt nicht von heute auf morgen. Wir müssen umso mehr an Grundlagen arbeiten, da wir auch viele motivierte Neuzugänge in unserem Team haben. Meine etablierten Fighters mussten feststellen, dass regelmäßiges Training ein Muss ist.

Heute haben alle Fighters Spielpraxis und Wettkampfluft schnuppern können. Nächsten Freitag heißt es wieder an den Grundlagen arbeiten und Selbstbewusstsein tanken – dazu müssen allerdings auch ALLE zur AG kommen! Da wir aber tolle verschiedene Charaktere in unserem Team haben, werden wir uns nicht unterkriegen lassen und weiter an uns arbeiten, um uns kontinuierlich zu verbessern.“

Also Heine-Fighters; jetzt erst recht!“

Herr Ohmann, Leiter der AG

Bedanken wollen wir uns bei unserer guten Seele Fr. Langfahl.

Ebenso gilt unser Dank:

Fr. Magry, für die professionelle und unbürokratische Betreuung; den Schiedsrichtern Albors und Osman aus dem 13. Jahrgang, die abermals eine sehr gute Spielleitung übernommen haben und Herrn Bauer für die Vermittlung; Fr. Personn, für die intensive Arbeit an einem Problem und unsern größten Fan Fr. Schmitz.

Die Heine-Fighters 13. März 2009

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Karnevalsaktivitäten an der Heinrich-Heine-Gesamtschule

Mandy Müller (Klasse 6.5)

Niclas Scherfgen, Nico Weber Klasse 6.5)

Sandie Mustafa, Jana Ochmann (Klasse 6.5)

Sandie Mustafa, Jana Ochmann (Klasse 6.5)

Niclas Scherfgen, Marwin Gorda (Klasse 6.5)

Nadine Köster, Sabrina Semmler (Klasse 6.5)

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Heinrich-Heine-Gesamtschule an der Graf-Recke-Straße: Schüler streichen die Wändes selbet

An einem Samstag im Februar 2009 ging es in der Klasse 6.5 der Heinrich-Heine-Gesamtschule bunt zu, denn der Klassenrat hat eine Anstreichaktion auf die Beine gestellt.

Engagierte Väter, Mütter und Schüler ergriffen die Initiative den Klassenraum zu streichen.

Um den Wohlfühlfaktor weiter zu steigern, folgte nach dem Abschluss der Malerarbeiten eine Verschönerungsaktion mit selbst angestrichenen Blumentöpfen, Plakatgestaltung für Klassendienste, Verschönerung der Stundenplan - und Hausaufgabentafel.

Zur allgemeinen Stärkung organisierten die Schüler ein ausgiebiges Frühstücksbuffet.

Die Schule stellte das Material zu Verfügung und der äußerst hilfsbereite Hausmeister Herr Braun stand den Eltern und Schülern mit Rat und Tat zur Seite.

Bei dieser Aktion ist nicht nur das Endprodukt gelungen, auch die Schüler hatten ihren Spaß dabei ihrem Klassenzimmer frische Farben zu verpassen. Für die Klassenlehrerin war diese Anstreichaktion eine gute Gelegenheit, die Eltern der Schüler kennen zu lernen und ein angenehmeres Umfeld zum Lernen zu schaffen.

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Engagierte Eltern zwischen Farbtöpfen, Leitern und Abdeckplanen

Herr Köster (Nadines Vater)

Herr Semmler (Sabrinas Vater)

Herr Köster (Nadines Vater)

Frau Knüppel (Lauras Mutter)

Mandy Müller, Frau Kuschke
(Dennis´s Mutter), Frau Nigemeier

Frau Müller Mandys Mutter)

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Konsequent erziehen - erfolgreich erziehen
Elternschule mit Thomas Grüner

Wie kann man Kindern und Jugendlichen Werte und Regeln vermitteln und ihnen Grenzen setzen? Wie kann man diese Verhaltensregeln auch ohne Bestrafung erfolgreich durchsetzen und was bedeutet dies für die eigene (Eltern-) Rolle in der Erziehung?

Thomas Grüner, einem Diplom-Psychologen aus Freiburg, mit dem ca. 30 Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule am Ende Januar bereits an zwei Fortbildungstagen gearbeitet haben, ist es gelungen, in einem kurzweiligen und bisweilen auch unterhaltsamen Vortrag den zahlreich erschienenen Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern nützliche Tipps für den Alltag zu geben.

Herr Grüner stellte sein Erziehungskonzept vor, das er in verschiedenen Veröffentlichungen ausführlich beschrieben hat. Es basiert auf der Grundannahme, dass Kinder Regeln brauchen und dass sowohl Eltern als auch Lehrerinnen und Lehrer ihnen diese Regeln vermitteln müssen. Entsprechen die Kinder den an sie gestellten Erwartungen, so sollen sie belohnt werden - denn, so Thomas Grüner, es ist nicht selbstverständlich, dass Kinder das tun, was Erwachsene von ihnen erwarten. Das Verhalten von Kindern, die sich an Regeln halten, soll also beachtet und positiv verstärkt werden. Doch was, wenn sie sich nicht an die Regeln halten? Dann, so Herr Grüner, sollen entsprechende Konsequenzen dazu beitragen, dass sie ihr Verhalten ändern. Wenn das Fehlverhalten der Kinder darüber hinaus zu Sach- oder Personenschäden führt, sollen sie zu einer Wiedergutmachung veranlasst werden.

Anhand von zahlreichen Beispielen, die einigen der anwesenden Eltern und Lehrerinnen und Lehrer oft nur zu bekannt vorkamen, wies Herr Grüner auf einige "Erziehungsfallen" hin, in die Erwachsene immer wieder tappen. Doch er verstand es auch, die Eltern davor zu warnen, nicht zu viel von sich zu erwarten. Es sei nicht erforderlich - und auch gar nicht möglich - immer alles "richtig" zu machen. Wichtig ist es, so Herr Grüner, eine klare Vorstellung davon zu haben, welche Regeln man Kindern vermitteln und wie man dieses Ziel erreichen will. Wenn man dann doch immer mal wieder in die "Erziehungsfallen" tappt, dann ist es schon gut, wenn man sie als solche erkennt - und versucht, es beim nächsten Mal besser zu machen.

Nach einem fast zweistündigen Vortrag gab es noch einige Nachfragen - und viele Gedanken, die den Gästen unserer Veranstaltung sicher noch eine ganze Weile durch den Kopf gingen.

Auch dieser Vortrag für Eltern und Lehrkräfte - bereits der dritte in diesem Schuljahr - wurde in Zusammenarbeit mit der Schulpflegschaft organisiert und durchgeführt. Weitere Veranstaltungen sind geplant.

Ralph Kuhn
(Didaktischer Leiter)

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Planspiel "Outface"

Drei Tage hat die Klasse 10.2. mit Unterstützung von 4 Schülern des 11. Jahrgangs das vom DRK konzipierte Planspiel "outface" durchgeführt und hatte dabei viel Spaß, heftige Diskussionen, verhärtete Fronten und auch Frieden, Einigungen und Kompromisse erlebt.

Bei dem Spiel geht um einen Krieg zwischen den beiden fiktiven afrikanischen Ländern Libaso und Ratikar. Die beiden Länder streiten um einen Landstreifen am Meer, insbesondere um die Nutzung der Hafenstadt Debre. Verschiedene Parteien diskutieren und verhandeln dabei miteinander: die beiden betroffenen Kriegsländer, das Deutsche Rote Kreuz, der Sonderbeauftragte der UN für Kinder in Konfliktgebieten und Deutschland. Die Presse nimmt eine besonders wichtige Rolle ein, da sie die "Pressekonferenz" leitet, die beiden Kriegsparteien durch Veröffentlichung von Skandalen oder "Fake"- Informationen aufmischt und gegeneinander aufhetzt. Das Spiel endet in einer Friedenskonferenz (von den Verhandlungsführern geleitet) und mit der Ausarbeitung von Zukunftsvisionen.

Die Schüler lernen dabei wichtige Qualifikationen wie:

  • *Einfühlen in eine für sie fremde Rolle
  • *Beziehen und Verteidigung der eigenen Position durch klare Formulierung von Forderungen
  • *Verhandlungsgeschick, Kompromissbereitschaft
  • *Teamfähigkeit
  • *Diskussionsleitung

Lucie Bergins

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Videokunst im Literaturkurs 12

Die Schüler des Literaturkurses 12 beschäftigen sich in diesem Schuljahr mit der Produktion und Rezeption von Kunstvideos.

Im 1. Halbjahr wurde das Projekt "Ich zeig Dir was! - Schüler vermitteln Videokunst" in Kooperation mit dem "imai" durchgeführt. Unterstützt wurde dieses Projekt von der Stadt Düsseldorf und dem Land NRW. Die Kunsthistorikerin Annette Ziegert machte die Schüler mit Aspekten der Auswahl, der inhaltlichen Erschließung, der Präsentation und der Vermittlung von Videokunst vertraut. Gemeinsam mit dem Designer Oliver Haase entwickelten die Schüler eine Einladungskarte und ein Programmheft für die öffentliche Präsentation am 17.12.2008 im NRW-Forum. Das "imai" dokumentierte die erfolgreiche Kooperation mit der Heinrich-Heine-Gesamtschule in einer mehrseitigen Broschüre.

Ein Höhepunkt war im April dieses Jahres der Besuch der "Julia Stoschek Collection" in Oberkassel. Die Sammlerin und Kunstmäzenin Julia Stoschek, Besitzerin der größten privaten Videokunstsammlung in Deutschland, hatte den Kurs zu einer "Privatführung" durch die aktuelle Ausstellung "Fragile" eingeladen. Sie begrüßte die Schüler persönlich und lobte deren Kenntnisse und Engagement. Einmütig waren alle Schüler begeistert von der Schau in diesem wunderschönen Museum.

Im 2. Halbjahr produzieren die Schüler eigene Kunstvideos in Kooperation mit dem "Lernort Studio". Der Videokünstler Eric Lanz gibt den Schülern dabei Hilfestellung bei der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Bereich "Videoinstallation". Die Videos der Schüler werden am 17.6.2009 am "Tag der offenen Tür im Lernort Studio" (Aachener Str. 39; Beginn 17 Uhr) gezeigt.

K. Hagenbrock

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West Side Story
Ein Musical mit Musik von L. Bernstein

Rivalitäten zwischen Jugendlichen sind der Stoff für das Musical "West Side Story".

Die "Jets", Amerikaner, und die "Sharks", eingewanderte Puertoricaner, kämpfen um die Vorherrschaft in der West Side. Liebe, Hass und unglückliche Umstände bestimmen die dramatischen Ereignisse.

Ausschnitte des Musicals haben die Schülerinnen und Schüler des DuG-Kurses des 9. Jahrgangs bereits im April am Präsentationsabend gezeigt.

Beim "Show-off" des Tanzhauses NRW im Mai konnten die Tänzer und Schauspieler mit einigen Tanzszenen des Musicals die großartige Veranstaltung abschließen. Viel Applaus freute die Akteure.

Am 24.5. traten die Darsteller bei der Akki-Veranstaltung "Showtime" mit vielen anderen Düsseldorfer Ensembles auf. Dieser Herausforderung stellten sich die Jugendlichen und zeigten einen großen Bühnenauftritt.

Das gesamte Musical wurde am 9. Juni uraufgeführt.

Die Lehrer (A. Lohrengel, R. Schmitt), Tanzchoreografen (N. Pfahl, E. Welther) und Schüler (Schauspieler: Laura Linke, Denise Hellmuth, Almerina Lara, Jasmin Iacuzzo, Jasmsin Moussa, Ricardo Jacobs, Lulie Dauti, Ida Havemann, Janina Harvey, Lisa Weber, Jaqueline Theis, Jaqueline Zander, Tänzer: Matam Erler, Gessica D´Anna. Cira Bonsack, Hanan Bouharrou, Marie Maiko Mendoza, Marilena De Vincenti, Paloma Sabel, Pia-Vanessa Rohm, Phillip Schier, Aysenur Güzelen, Farah Bouharrou, Elena Anselm, Esra Cetin, Tatiana Secco, Sabrina De Vincenti, Jennifer Wittfoht, Laura Kiehl, Lulie Dauti, Musiker: Jessica Albrecht, Marilena Cassetta, Michelle Aschenbroich, Linda Jandt, Carla Böger, Adriana Salomon, Aileen Vieht, Meltem Calisir, Elif Koc, Ersida Kortisovska, Sannie Ismani) arbeiteten mit viel Spaß und Engagement an diesem großen Projekt. Bilder und Szenen werden auf der Homepage ausgestellt!

An dieser Stelle auch unserem Publikum recht herzlichen Dank!

A. Lohrengel

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"Girls´ Day" und "Boys´ Day"
an der Heinrich-Heine-Gesamtschule Düsseldorf

Am 23.04.09 haben alle Mädchen des 8. Jahrgangs am bundesweiten "Girls` Day" teilgenommen. Im Internet haben sie sich eine Stelle gesucht, wo sie einmal in eher jungentypische Berufe hineinschnuppern konnten. Vom Dackdecker über die Autowerkstatt bis hin zur IT-Systemkauffrau war alles dabei.

Parallel dazu haben wir auch dieses Jahr wieder einen "Boys´ Day" für die Jungen des 8.Jahrgangs durchgeführt. Aufgrund der finanziellen Unterstützung durch das Jugend-amt war es möglich, den Jungen ein attraktives Angebot von Workshops zu machen.

Im Einzelnen wurden folgende Projekte durchgeführt:

HIP HOP

Eine Gruppe von sonst eher Fußball spielenden Jungen musste sich einer ganz neuen Situation stellen und tanzen. Viele der Schüler wären von allein nie auf die Idee gekommen das mal auszuprobieren. Aber Spaß hat es allen gemacht und der eine oder andere hat ganz neue Seiten und Talente an sich entdeckt.

Improvisationstheater

Nach verschiedenen Übungen zum Aufwärmen und Improvisieren sollten die Jungen unter anderem ein Standbild zum Thema "Stärke" entwickeln.

Hier einige Ergebnisse:

Kompetent im Konflikt

Im Lernort Studio hat eine Gruppe mit dem Theaterpädagogen Simon Steimel gearbeitet. Anhand verschiedener Situationen aus dem Alltag wurden alternative Konfliktstrategien erarbeitet und durchgespielt. Wie gehen wir mit Provokationen um? Wie reagiere ich selbstbewusst auf Beleidigungen? Wie kann ich in Konfliktsituationen eine weitere Eskalation verhindern?

Fotografie

Mit professioneller Technik ausgestattet hatten unsere Jungen die Gelegenheit sich in verschiedener Art und Weise darzustellen, zu fotografieren und direkt zu sehen, welche Wirkung sie damit erzielen. In vielen Varianten wurde experimentiert und eine beachtliche Anzahl spannender Fotos hergestellt. Hier ein paar Beispiele:

Rackern und Raufen

In vier Mannschaften haben die Jungen eine Olympiade bestritten, bei der Köpfchen, Kraft und Kondition gefragt waren.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Themen Fairness und Regeln.

Einzelkämpfer hatten keine Chance, Teamarbeit war gefragt.

Alle Jungen hatten die Gelegenheit etwas Neues auszuprobieren und mal etwas "unter sich" zu machen. Die Arbeit mit außerschulischen Referenten ist immer eine Bereicherung und sollte in den nächsten Schuljahren fortgesetzt werden.

M. Hentrich

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Informationsveranstaltung Polizei/Feuerwehr/Ordnungsamt

Am Mittwoch den 27.5.09 fand exklusiv für Schüler und Schülerinnen der Heinrich-Heine-Gesamtschule im Hauptgebäude eine Informations-veranstaltung statt, an der die Landespolizei NRW, die Feuerwehr, der Ordnungs- und Servicedienst und die Stadt Düsseldorf in Form von Vertretern teilnahmen. Durch diese Veranstaltung konnten sich die Schüler und Schülerinnen ausgiebig über die Landespolizei NRW, die Feuerwehr und die Stadt Düsseldorf als potentiellen zukünftigen Arbeitgeber informieren. Dies geschah durch einen ausführlichen Vortrag der verschiedenen Vertreter in der 5. Stunde und diverse Informationsstände auf dem Schulhof, welche in den Pausen besucht werden konnten. Es fanden sich zahlreiche SuS der Jahrgangsstufen 8-12 in der Aula ein um sich den Vortrag anzuhören. Frau Uhse, Vertreterin der Stadt Düsseldorf, befasste sich mit der Möglichkeit einer Anstellung bei der Stadtverwaltung Düsseldorf während ihres Vortrags; unter anderem erzählte sie, dass die Stadt Düsseldorf 33 verschiedene Ausbildungsberufe sowie 200 Ausbildungsplätze jährlich anbietet. Bei den Themen Ordnungs- und Servicedienst, Feuerwehr und Polizei wurde ausgiebig über Berufsanforderungen, Tätigkeiten innerhalb des jeweiligen Berufes, Verlauf der Ausbildung, Karrieremöglichkeiten und teils auch über die jeweilige Entlohnung durch die verschiedenen Spezialisten informiert. Mehrfach wurde den Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit geboten während des Vortrages Fragen zu stellen, die daraufhin auch ausführlich beantwortet wurden. Ein besonderer Reiz an der Veranstaltung teilzunehmen war die Verlosung verschiedener Preise durch die Polizei, es winkten Preise wie T-Shirts oder Tragetaschen. Einzige Bedingung zur Teilnahme war die korrekte Beantwortung dreier kurzer Fragen. Viele SuS schienen zum Ende der Veranstaltung verdutzt und überrascht, einige schienen jedoch auch mit neuem Wissen bereichert zu sein; ihnen wurden die verschiedenen Berufe näher gebracht und manch einer ist sich vielleicht nun im Bezug auf seine persönliche Zukunft in einigen Fragen sicherer.

Jens Braun, Jgst. 12

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Kunst in der 9.4

Traumwelten, surreale Bildräume und individuelle Interpretationen - die Malerei als Transformation emotionaler, intellektueller und irrealer Vorstellungsräume.

Über die Arbeit "Das Schloss in den Pyrenäen" von René Magritte, entwickelten die Schülerinnen und Schüler eine Vorstellung, was Surrealismus, Fantasie und Träume für Verbindungen und gestalterische Möglichkeiten haben. Anhand eines Perzepts beschrieben sie was sie sahen, dabei fühlten oder dachten. Zur Vertiefung dieser Äußerungen sollten die Schülerinnen und Schüler eine Kurzgeschichte oder ein Gedicht schreiben (zwei Arbeiten sind hier ausgestellt). Über weitere Arbeiten von Salvatore Dalí (u. a. "Spanien") bekamen die Schülerinnen und Schüler neben zusätzlichen Informationen (über geschichtliche Zusammenhänge) einen Einblick auf den Surrealismus (insbesondere auf den veristischen (krass wirklichkeitsgetreuen) Surrealismus, wie ihn Dalì und Magritte zelebrierten).

Lassen sich Systeme und Ordnungsprinzipien in Bildern feststellen? Konstruktion, Schemata und Komposition - Aufteilung und Organisation der Fläche in Bildräumen.

Kunstwissenschaftlich setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Begriff der Ordnung auseinander. Dazu entwickelten sie mit Hilfe von einfachen Abbildungen aus ihrer Alltagswelt (wie Autos, Sportgeräte, Digitale Medien etc.) collagenartige Arbeiten, die sie anhand eigener Vorstellungen (von selbständig festgelegten Ordnungsprinzipien) gestalteten. Dadurch bekamen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit festzustellen, dass Kunst und Bildinformationen nicht willkürlich, sondern durchdachten und reflektierten Systemen und/oder Prinzipien und Ideen folgen, bzw. entspringen.

"Ausschnitthafte Vorbilder"; Reduzierung der Bildinformationen zu Gunsten des Zugangs und zur individuellen Interpretation.

Alle Schülerinnen und Schüler bekommen eine Malpappe mit einem auf der Platte aufgebrachten Bildausschnitts (einer Malerin oder eines Malers). Die Schülerinnen und Schüler müssen diesen Ausschnitt weiterführen und den Bildraum im Stil des Künstlers umsetzen.

Ziel war es, die Schülerinnen und Schüler dazu zu animieren Farbtöne, anhand der Vorgaben zu mischen, um Farbton aber auch Maltechnik (u. a. Pinselführung, lasierender oder deckender Farbauftrag) nachzuahmen und um die Bildausschnitte nach ihren eigenen Vorstellungen weiter zu führen. Wodurch sie einerseits Halt für einen Zugang zum Malen bekamen und andererseits so viel Freiheit nutzen konnten, auch eigene Vorstellungen von "Traumwelten" oder "traumhafter Landschaften" zu entwickeln. Dies haben die Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlicher Gewichtung gelöst. Teilweise hielten sie sich eng an der Vorlage und versuchten minutiös den Stil der KünstlerInn und deren Inhalt nachzuahmen, während andere nur Farben und einzelne Elemente der Ausschnitte (wie Linien) für ihre Gestaltung übernommen haben (s. Ausstellung).

Ohmann, A., April/Mai 2009

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Flag Football an der Heinrich-Heine-Gesamtschule, eines der aufregendsten Spiele der Welt!

Es verbindet Menschen Tag für Tag. Auch unsere Schule hat ein tolles Team, die Heinrich-Heine- Hurricanes - geleitet von Headcoach Mr. Robert Bina und den Hilfscoaches Fabian Schurbaum (10.6), Sean Heller (10.2) und Rene Muntz (10.6).

Das Team hat schon an zahlreichen Schulturnieren teilgenommen wie am 11.02.2009 zur Hinrunde und am 27.02.09 zur Rückrunde. Leider hat das Team es nicht in die nächste Runde geschafft, fiel jedoch auf durch die immer besser werdende Leistung. Das Team hat nicht alles verloren… sondern gewann an Spielerfahrung und Kampfgeist. Die Hurricanes werden auch noch an einigen Freundschaftsspielen teilnehmen und diese auf jeden Fall versuchen zu gewinnen!!! Das Spiel wird so gespielt, indem es eine Offense und eine Defense hat mit je fünf Spielern, die sich auf dem Spielfeld treffen und um einen Touchdown (sechs Punkte) kämpfen. Dabei fängt die Defense einer Mannschaft an und verteidigt ihre Hälfte, und die Offense der gegnerischen Mannschaft versucht dann mit Hilfe von Spielzügen und Täuschungen einen Touchdown zu erzielen. Dafür hat man vier Versuche um eine Mittellinie zu überqueren, wenn man dies geschafft hat, bekommt man weitere vier Versuche um einen Touchdown zu erzielen. Ist dieses geschafft, dann bekommt man noch mal eine Chance einen oder zwei extra Punkte zu erzielen. Wenn man erfolgreich war, liegt der Punktestand bei sieben oder acht Punkten. Den Spielzug kann man nur beenden, indem man der Offense den Ball wegschnappt oder dessen Flagge zieht, so bekommt auch ein Spruch der Coaches einen Sinn: "Bring mir die Flagge und den Ball!" Wenn die Spielzüge zu Ende sind oder wenn man einen Touchdown erzielt hat, wird der Ball an das andere Team gegeben und sie fangen mit ihren Spielzügen an. Dieses "Spielchen" geht zweimal zehn Minuten. Danach gibt es wie bei jedem Teamsport ein "kurzes Abklatschen" und dann wird gefeiert wie auch bei unserem Team, das nie die Hoffnung und den Siegeswillen aufgegeben. Zum Schluss konnten sie sich nur über ein gutes Spiel und das Lob der Trainer freuen.

Trotz allem haben sie eine gute Leistung erbracht. Leider war es das letzte Turnier mit den drei Hilfscoaches, da alle in der 10. Klasse sind und in die Oberstufe gehen bzw. die Schule verlassen.

" Es hat uns sehr viel Spaß gemacht mit diesem und den anderen Teams zu arbeiten in all den Jahren. Ich hoffe sehr, dass Flag-Football an unserer Schule noch sehr lange weiter trainiert wird.", so Fabian Schurbaum (10.6) im Namen der anderen Coaches.

"Es hat mir auch sehr viel Spaß und Freude gemacht mit meinen beiden Kollegen dieses Team und die anderen Teams zu trainieren, an dieser Stelle erst mal ein Danke an die besten Freunde und Coaches, aber auch an den besten Headcoach Mr. Bina, der dies alles in Bewegung gebracht hat und uns immer unterstützt hat! Danke!!!"

Fabian Schurbaum

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Interview mit Irmgard Ulrich, die zum Schuljahresende pensioniert wird

Warum bist du Lehrerin geworden?

In der 1.Klasse Volksschule war ich das einzige Mädchen. Da ich schnell begriff, musste ich unserem Volksschullehrer helfen und den Jungen Lesen und Schreiben beibringen. Mein Lehrer meinte daraufhin, dass ich eine gute Lehrerin werden würde. Ich wollte eigentlich Archäologin werden oder Medizin studieren, aber mein Vater bestimmte damals, dass der Lehrerberuf für ein Mädchen reichen würde, da ich ja ohnehin heiratete (1964 war das so!). Letztlich hat es aber auch gepasst, vielleicht lag das an der Familie: Schon mein Urgroßvater war Lehrer und wurde noch mit Naturalien bezahlt.

Wie sah dein beruflicher Werdegang aus?

Am 8.1.1967 ging ich in die Junglehrerausbildung, d.h. ich kam nach Opladen in die Schule, der Rektor drückte mir ein Lese- und ein Rechenbuch in die Hand und zeigte auf eine Treppe: "Dort oben in der ersten Etage wartet Ihre Klasse." 52 Schüler des 5. und 6. Jahrgangs warteten dort auf mich. Die Englischlehrerprüfung habe ich erst während der Schulpraxis an der Universität Köln abgelegt. Englisch gab es vorher als Unterrichtsfach nicht. In Opladen blieb ich bis 1972, dann wechselte ich an die Gemeinschaftshauptschule in Langenfeld. Während einer 6-wöchigen Fortbildung in Nottingham/England lernte ich das englische Gesamtschulsystem kennen. Es gefiel mir, und als in Düsseldorf die ersten Gesamtschulen gegründet wurden, habe ich mich ganz gezielt an unserer Schule beworben. Die Gesamtschulen waren 1987/88 sehr umstritten, und ich wollte diese Herausforderung. Der offene Bildungsweg hat mich gereizt. In der Hauptschule war es nicht möglich, die Kinder so zu fördern. Zu früh werden in der Grundschule die Weichen gestellt. Viele Grundschullehrer fördern in erster Linie die Kinder, die starke Eltern haben. Die anderen werden oft links liegen gelassen.

Welche Rolle spielte dabei unsere Schule?

Die "Kuschelpädagogik" hat mir an unserer Schule schon sehr früh nicht gefallen. Noch eine Chance und noch eine Chance…, der Mantel des Verständnisses. Statt einfach einmal Klartext zu reden und zu sagen: "Hör, mal, wenn du dich hier nicht an Regeln halten willst, musst du woanders lernen."

Wie sah dein schönstes Tafelbild aus?

Oh, anfangs habe ich im Englischunterricht Geschichten erzählt, und diese gleichzeitig an die Tafel gezeichnet. Ich erinnere mich an "The Clever Monkey", in der ein Affe ein Krokodil überredet, ihn - bevor es ihn frisst - auf eine Insel zu bringen. Das Krokodil lässt sich auf den Handel ein, und muss mit offenem Maul zusehen, wie der Affe an Land springt und es aus sicherer Entfernung verspottet.

Was war die beste Entschuldigung für fehlende Hausaufgaben?

Ein Schüler war gefühlt ein Jahr im Umzug, denn immer, wenn er keine Hausaufgaben hatte, war seine Erklärung: "Die sind noch in einer Kiste!"

Welches Erlebnis wird dir in besonderer Erinnerung bleiben? Warum?

Als der jetzige Abi-Jahrgang in der 10.Klasse war, hatten wir öfter Probleme mit schulfremden Schülern auf dem Schulhof. Diese konnte man gut von unserem Klassenraum (am Ende des Südflügels) aus sehen, wenn sie zum Schultor hereinkamen. Eines Tages sahen meine Schüler wieder drei ca. Sechzehnjährige kommen… Ich startete sofort wie eine Furie aus der Klasse und stellte sie zur Rede: "Ihr gehört nicht hierher, seht zu, dass ihr sofort das Schulgelände verlasst." Plötzlich merkte ich, wie sich hinter meinem Rücken alle Jungen meiner Klasse wie eine Mauer zu meinem Schutz aufgebaut hatten. Die fremden Jugendlichen verschwanden, und meine Jungen flüsterten mir zu: "Frau Ullrich, haben Sie denn nicht gesehen, der eine trug eine Pistole." Wir riefen direkt die Polizei, die die Jugendlichen fassen konnten. Sie hatten in der Tat eine Pistole, und wollten mit einem Neuntklässler "reden". Auf meine Jungs war ich so stolz, obwohl es ja nichts genutzt hätte, gegen eine Pistole.

Wenn ich den Videorekorder für den Unterricht programmierte, dann … Ehrlich gesagt, das mache ich nicht, das können meine Schüler besser.

Wenn ich ins Lehrerzimmer gehe, … finde ich dort nie die Kollegen, die ich brauche. Im Clubraum früher, da habe ich mich wohl gefühlt, das war wie eine Heimat.

Auf die Palme brachten mich Eltern,… die nicht wahrhaben wollten, dass sie das Problem sind. Kinder haben Schwierigkeiten, weil Eltern keine Regeln haben, keine Grenzen setzen, ihren Kindern keinen Halt geben.

Einem Referendar heute rate ich: "Drum prüfe, wer sich ewig (an diesen Job) bindet." Diesen Beruf muss man verinnerlichen, sonst verliert man den Spaß an der Arbeit und ist nur noch frustriert oder resigniert.

Den Schulpolitikern aller Parteien rufe ich zu: "Bevor ihr ein Amt im Bildungsbereich übernehmt, geht ein halbes Jahr in die Schule, damit ihr wisst, wovon ihr sprecht."

Der Schulleitung sage ich: "Nicht nur Verstehen ist nötig, sondern auch Handeln!"

Den Kollegen wünsche ich, dass sie den Spaß an ihrem Beruf nicht verlieren, und nicht nur noch das Negative sehen.

Die Schüler bitte ich, nicht zu vergessen, was ich ihnen in punkto "Umgang miteinander" beigebracht habe.

Worauf freust du dich am meisten?

Endlich Herrin über meine Zeit zu sein.

Was möchtest du tun?

Lesen ohne Ende, Malen, Spazierengehen, ungeplante Dinge tun.

Was wirst du am meisten vermissen?

Meine Schüler - auch, wenn sie schwierig sind. Und eine Menge netter Kolleginnen und Kollegen.

Was wirst du ohne Ferien machen?

Das weiß ich noch nicht - ich will nicht mehr so viel planen!



Liebe Irmgard,

vielen Dank, dass du unsere Fragen beantwortet, und so noch einmal deine Erinnerungen und Meinungen mit uns geteilt hast. Auch Ingrid Lepsius geht nach langen Jahren in den Ruhestand. Sie ist überraschend operiert worden, so dass wir das Gespräch mit ihr nicht mehr führen konnten. Wir danken euch auch für eure unterstützenden Worte und Taten im Schulalltag und wünschen euch Gesundheit und viel Vergnügen im Ruhestand.

(Das Gespräch führte Ingrid Klugstedt)

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Terminplan der ersten vier Wochen des Schhuljahres 09/10

Hier der Terminplan der ersten vier Wochen des Schuljahres 09/10.

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