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Eid Moubarak

Mehrere meiner Schülerinnen und Schüler feierten neulich ein besonderes muslimisches Fest. Ich bat alle, einen Bericht abzugeben, wie sie diesen Feiertag verbracht haben. Wir ‚Nicht-Muslime‘ beschreiben diesen Feiertag als „Zuckerfest„ oder „Bayram„. Wie ich später verstanden habe, ist das so nicht vollständig beschrieben. Der folgende Bericht ist von einem meiner Schüler, Mohamed Yassin Benslaiman Benktip:

„Ich habe mit meiner Familie gefeiert. Der Tag lief folgendermaßen ab: Morgens um 06:30 Uhr sind wir alle aufgestanden, so dass wir uns in Ruhe vorbereiten konnten fürs Beten. Wir müssen uns sauber machen und dann zur Moschee fahren. Wir beteten dort und gratulierten jedem, egal ob wir ihn kennen oder nicht. Als wir wieder zuhause waren, hat die Mama ein besonders leckeres Frühstück für uns vorbereitet. Wir frühstückten alle zusammen. Danach haben wir uns besonders schöne Kleider angezogen und Fotos von uns gemacht. Die Kinder bekamen Geschenke von den Eltern. Fast immer bekommen die Kinder Geld. Wir haben auch mit unserer Familie telefoniert, da wir den Feiertag nicht mit ihnen zusammen feiern konnten und haben wieder allen gratuliert. In Marokko wird „Eid Moubarak„ drei Tage bis eine Woche lang gefeiert. In Deutschland und anderen nicht-muslimischen Ländern wird jedoch nur ein Tag gefeiert.“

„Eid Moubarak„ ist der Gruß zum „Fest des Fastenbrechens„ nach dem Ramadan, wird aber auch zu anderen Festen benutzt, zum Beispiel beim höchsten islamischen Feiertag, dem Opferfest. Ich habe meine muslimischen Schülerinnen und Schüler gefragt, was geopfert werde. Alle wollten dazu etwas erzählen. Am Ende kam heraus, dass ein Tier geschlachtet und das Fleisch mit den Armen geteilt werden soll. Das erinnerte ich mich an die Geschichte von St. Martin.

So wurde ich durch die Schilderungen von Yassin an meine eigene Kindheit erinnert. Mit Familie und Nachbarn Leckeres zu essen an Thanksgiving, Christmas und Easter. Und ans Geschenke auspacken! Am meisten erinnerte ich mich daran, dass wir etwas Schönes anziehen mussten, um die obligatorischen Fotos für die Verwandten zu machen, die nicht mit uns feiern konnten.

Ich bin heute über 60 Jahre alt. Mir gefallen die alten Fotos, die die Erinnerungen an die damalige Zeit wachrufen. Und es verblüfft mich, wie viele Ähnlichkeiten es zwischen unseren Festen vor ca. 50 Jahren und dem von Yassin geschilderten gibt.


Robert Bina

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