Soziales Lernen an der GGS Stoffeler Straße


In der ersten Klasse besucht die Schulsozialarbeiterin die Kinder zu Beginn zweimal in der Woche. Mit ihr kommt stets ein sehr beliebter „Außerirdischer“ – Lubo aus dem All.

Lubo begleitet die Kinder zu Beginn ihres Schullebens und baut zu jedem Kind eine wertvolle Beziehung auf. Die Kinder mögen Lubo und Lubo mag die Kinder. Was Lubo gar nicht mag, ist Krach. Dann hängen seine Antennen herab und er bekommt Bauchschmerzen.

(Bildquelle: www.lubo-aus-dem-all.de/material/Lubo.gif)

Die Kinder nehmen auf Lubo viel Rücksicht und erfahren so, wie angenehm es in der Klasse ist, wenn es leise ist und sich alle an die Regeln halten.

In der Gegenwart von Lubo sind sie auch am Ende eines Schultages noch in der Lage sich zu konzentrieren und aufmerksam zu sein

Lubo lernt mit den Kindern die Welt der Menschen kennen. Sie erfahren gemeinsam, dass es ganz unterschiedliche Gefühle gibt.

 

Gefühle können angenehm oder auch unangenehm sein. Mit Lubo zusammen erlernen die Kinder eine Strategie, wie sie unangenehme Gefühle wieder loswerden können.

 

 

Schreib-AG „Lubo“

 

An der GGS Stoffeler Straße gibt es die Schulsozialarbeit von SOS seit 2009. Neben diversen Angeboten zum sozialen Lernen und der akuten Krisenintervention, gelingt es seit Einrichtung der Vollzeitstelle, immer mehr auch präventive Angebote zu entwickeln und durchzuführen.

Hier lege ich vor allem den Schwerpunkt auf Projekte, die den Bildungsaspekt mit in den Blick nehmen. Eine erfolgreiche Bildung dient den Kindern nicht nur als Schlüssel zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben  sondern auch als Schlüssel zur Gestaltung ihrer Möglichkeiten und Lebensperspektiven.

Mit Kindern der zweiten Klassen  habe ich so im vergangenen Schuljahr zwei Schreib-AGs durchgeführt. Aus der AG der einen Klasse ist eine Schülerzeitung entstanden, die mittlerweile schon dreimal herausgegeben werden konnte und mittlerweile Redakteure aus allen Klassen hat.

Die zweite Schreib-AG hat Geschichten rund um die Figur „Lubo“ geschrieben, die die Kinder aus dem sozialen Lernen in der 1. Klasse kennen.

Lubo ist eine Handpuppe, die durch ein Programm zur Förderung der sozial-emotionalen Kompetenzen führt. „Lubo“ kommt aus dem All und die Kinder der Schreib-AG haben Geschichten geschrieben, die das Lebensumfeld von Lubo beschreiben. Hierzu haben sie Bilder gemalt und sind extra nachmittags noch in die Schule gekommen.

Sie hatten viel Freude an der Entstehung des Buches. Dieses Projekt  wurde nun vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Gesundheit im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“ gefördert und konnte gedruckt werden.

Das Buch wird derzeit von den Lehrerinnen der neuen ersten Klassen vorgelesen. Damit werden Gesprächsanlässe geschaffen und die Kinder lernen einander kennen. Vor den Herbstferien wird jedes Kind des ersten Schuljahres ein Buch geschenkt bekommen und somit wird auch das gemeinsame Anschauen des Buches mit den Eltern möglich. Auch für den Fall, dass die Eltern dies nicht vorlesen können, kann das Kind dann nachvollziehen, was im Buch erzählt wird und dies den Eltern mitteilen.

Dieses Projekt hat somit nicht die Bildungslust der schreibenden Kinder gefördert, sondern schafft auch noch eine positive Verbindung zwischen Kindern, Eltern und Schule.

 

 


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