A wie...

A ...wie Arbeitsgemeinschaften

Im Plan der CBR stehen folgende Ag`s:

* Mathematik für Könner
* Sport
* Ausbildung zur/zum Schulmediatorin/Schulmediator
* Tutoren - Buddy
* Hausaufgaben - Buddy
* Paten - Buddy
* Gestaltung der Schul - Website
* Literatur/Theater

...aber auch wie

Ausbildungskoordinierung für Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter (LAA) an der städtischen Carl-Benz-Realschule



Einleitung: Gesetzliche Grundlagen

An der Carl-Benz-Realschule werden aktuell 3 LAA durch ihren Vorbereitungsdienst begleitet, von denen eine bereits ihr 2. Staatsexamen mit besonderem Erfolg bestanden hat.

„Aufbauend auf den im Studium erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten werden Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter durch Orientierung an den realen Anforderungen des Lehrberufs auf die Tätigkeit in der Schule vorbereitet, die von einer zunehmend medial geprägten Lebenswirklichkeit bestimmt ist. Sie erwerben die notwendigen berufsbezogenen Fähigkeiten (Kompetenzen) in einer Ausbildung, die professionelles Wissen, Reflexionsvermögen, Urteilsfähigkeit sowie die Erprobung und Einübung eines breiten Handlungsrepertoires gleichermaßen umschließt.“ (Rahmenvorgabe für den Vorbereitungsdienst in Studienseminar und Schule, RdErl. d. Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder, v. 1.7.2004, ABI. NRW. S.242,( nachfolgend RdErl genannt).

Die Rahmenvorgabe verzichtet hinsichtlich der inhaltlichen Gestaltung des Vorbereitungsdienstes auf Konkretisierungen, formuliert jedoch Standards, die unter Einbeziehung aller Beteiligten (Studienseminar, Schule, LAA) entwickelt, vermittelt und evaluiert werden sollen (RdErl.,Abs.2.).

„Studienseminar und Schule sind die zentralen Ausbildungsorte und sie sind gemeinsam verantwortlich für den Erfolg der Ausbildung. Das Studienseminar trägt für die Planung und Organisation der Ausbildung die Gesamtverantwortung. Die konkreten Schritte zum Erreichen der zentralen Standards legen die Studienseminare gemeinsam mit den ihnen zugeordneten Schulen fest. Sie planen, gestalten und evaluieren die Ausbildung in eigener Zuständigkeit.“ (RdErl., Abs.4)

Zur Erreichung der o-g- Ziele wurden für die Schulen Maßgaben festgeschrieben und die erwarteten Inhalte und deren Realisierung in der Ausbildung festgelegt („Kompetenzen und Standards“, vgl. RdErl.Abs-3 u. 4).

„Die Schule soll zum Unterrichten und zur Mitwirkung am Schulleben anleiten sowie die Beratung bei Hospitationen im angeleiteten und selbständigen Unterricht sicherstellen, Kooperationserfahrungen bei der Planung, Durchführung und Reflexion schulischer Arbeit sicherstellen, durch kontinuierliche
Beratung der LAA dazu beitragen, dass sie ihre praktischen Erfahrungen für die Verbesserung des Unterrichts nutzen können, die Qualität der Ausbildung durch kontinuierliche Evaluation sichern und weiterentwickeln.“

Der Vorbereitungsdienst an der Carl-Benz-Realschule soll die LAA in den 7 sog. Lehrerfunktionen ausbilden:

Unterrichten : grundlegende Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Methoden vermitteln Erziehen : die Entwicklung einer mündigen und sozialverantwortlichen Persönlichkeit fördern

Diagnostizieren und Fördern : Lernnotwendigkeiten diagnostizieren und Schülerinnen und Schüler entsprechend fördern

Beraten : Unterstützung und Anregung zu Lern- und Entwicklungsprozessen geben

Leistung messen und beurteilen : Verfahren der Leistungsmessung sinnvoll anwenden, Leistung sachgerecht beurteilen, rückmelden und dokumentieren

Organisieren und Verwalten : Qualität schulischer Arbeit durch engagierte Beteiligung und effektive Arbeitsorganisation verbessern

Evaluieren, Innovieren und Kooperieren : schulische Arbeit überprüfen und berufliche Kompetenzen weiterentwickeln


Zur Erreichung dieser Ziele übernimmt der Ausbildungskoordinator (AKO) an der Schule eine wichtige Funktion. In enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung und den Fachkolleginnen und Fachkollegen kommen übernimmt er folgende Aufgaben:

AKO als Helfer und Organisator in Ausbildungsangelegenheiten an der Schule

Einsatz der LAA (Hilfe bei der Suche nach geeigneten Klassen).
Beteiligung der LAA am Schulleben und am Schulprogramm.
Hilfestellung bei Klassenwechsel.
Hilfestellung bei der Unterrichtsplanung sowie bei Unterrichtsbesuchen.
Teilnahme an Unterrichtsbesuchen.
Teilnahme an den anschließenden Beratungsgesprächen


AKO als Vermittler zwischen Schule und Seminar

informiert über Vorhaben des Seminars in der Schule
informiert das Seminar über Vorhaben der Schule
spricht Begleitprogramm mit dem Seminar ab
nimmt an (AKO-)Tagungen des Seminars bzw. der Regionalgruppe teil


AKO als Mitgestalter beim Begleitprogramm

Thematische AG
Kollegiale Arbeits- und Bratungsformen
Verfahren der Qualitätssicherung


AKO als Berater zur Halbzeit im PEG

Rückblick geben
die Besonderheiten der Schule in den Blick nehmen
Vorschläge für die weitere Qualifizierung des LAA einbringen


AKO als Prüfer (als fremder Schulvertreter)

bei Unterrichtsproben im Kolloquium









B... wie Besonderheiten

B... wie Besonderheiten

Die Carl-Benz Realschule ist Düsseldorfs kleinste Realschule mit überwiegend zweizügigen Jahrgangsklassen (bedingt durch das Raumangebot).
Sie ist eine überschaubare Schule mit familiärer Atmosphäre. Die Schule hat eine gute Verkehrsanbindung und liegt in unmittelbarer Nähe von Sportplatz, Dreifachturnhalle und Schwimmbad.
Unsere Schule versteht sich als offene, demokratische Schule, als ein Ort des Lebens und Lernens. Dabei stehen die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt aller Bemühungen. Sie sollen gefördert und gefordert werden. Die Schule will sie bei der Sinnsuche und Lebensorientierung unterstützen.
Die Vermittlung von Basiswissen steht gleichrangig neben dem Erwerb von Verhaltensweisen zu tolerantem Leben sowie der gegenseitigen Achtung der Persönlichkeitsrechte.
In der Unter- und Mittelstufe werden die Schülerinnen und Schüler im Fach "Soziales Lernen" unterrichtet. Wir erproben neue Methoden, um durch Handlungsorientierung Teamfähigkeit zu fördern.
Ein weiterer Baustein unserer pädagogischen Arbeit ist das Denken in Zusammenhängen, der Transfer des Gelernten auf neue Gebiete, Anregung zu Kreativität, Einüben von Ausdauer und Erlernen von Kritikfähigkeit, um sich für das Berufsleben bzw. für die weiterführenden Schulen zu qualifizieren.

Die Erprobungsstufe
In den Klassen 5 und 6 werden Ergänzungsstunden zur Förderung und Forderung in den Hauptfächern angeboten. Englisch ist die erste Fremdsprache, die mit 4 Stunden plus einer Ergänzungsstunde in der Woche unterrichtet wird. In der Klasse 6 lernen die Schülerinnen und Schüler die zweite Fremdsprache "Französisch" kennen.

Die Jugendfreizeiteinrichtung "Rondell" unterstützt uns durch das Angebot der Hausaufgabenbetreuung mit Mittagessen und öffnet während der Pausen das Schülercafe.

Stufe 7/8
Ab Klasse 7 bieten wir in der Differenzierung ein breites Fächerangebot mit Schwerpunkt Naturwissenschaft, Informatik und Sprachen. Kleine Kursgrößen sichern einen hohen Leistungsstand.
Durch Betriebserkundungen in Klasse 8 machen die Schülerinnen und Schüler erste Erfahrungen mit der Arbeitswelt. Bereits jetzt beginnen vielfältige Angebote der Berufswahlorientierung.

Stufe 9/10

In Klasse 9 wird ein 14-tägiges Berufspraktikum durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Düsseldorf findet eine intensive Berufsberatung statt. Bewerbertraining und Assessmentcenter werden eingeübt.

...aber auch wie

.. aber auch wie Buddy



Definition: "Buddys" sind Kumpel (Schülerinnen und Schüler), die bewußt helfen.

Zur Förderung der sozialen Kompetenz unserer SchülerInnen haben wir ab dem Schuljahr 2007/2008 das "Buddy" Projekt an der Carl-Benz-Realschule etabliert.



Der erste Schritt:

Tutoren-Projekt an der Carl-Benz-Realschule (Hausaufgaben - Buddys)
Projektleiterin: L. Mikhof

Es ist allen bekannt, dass viele Schülerinnen und Schüler erhebliche Schwierigkeiten mit den Hausaufgaben haben.
Wie kann man ihnen helfen? Wie kann man sie unterstützen?
Meiner Meinung nach können die älteren SchülerInnen, die eigene Lernstrategien für die Erledigung der Hausaufgaben bereits besitzen, diese Hilfe leisten und die jüngeren Schüler bei den Hausaufgaben unterstützen.



In diesem Schuljahr begann ich mit dem Tutoren-Projekt. Die Tutoren (=Lernhelfer),Schülerinnen und Schüler der 8. bis 10.Klassen, wurden vor den Weihnachtsferien in fünf Themenbereichen ausgebildet:

- Lerntechniken
- Vorbereitung auf Klassenarbeiten
- Konfliktlösung
- Kommunikationstechniken
- Verhaltensregeln

Die ersten sieben Schülerinnen Katharina B. (10a), Alexandra L. (10a), Maya G. (9c), Hanan A. (9c), Melanie D. (9c), Ayse B. (9c), Lisa L. (8a) haben sich gleich bereit erklärt, eine Ausbildung zu Tutoren zu machen und im Rondell die Hausaufgabenbetreuung zu gestalten.

Nach den Weihnachtsferien war es so weit, die Mädels begannen mit der Arbeit im Rondell!
Im Rondell werden nach dem Unterricht SchülerInnen unserer Schule betreut. Das heißt viel Arbeit ist angesagt. Die 5-, 6- und 7-Klässler sind begeistert, dass die Mädchen sich um sie kümmern und ihnen bei den Hausaufgaben helfen.
Die Tutorinnen sammeln ihre ersten Erfahrungen und überlegen, wie man die Arbeit so optimieren kann, dass die Schülerinnen und Schüler motivierter arbeiten und besser lernen.

Ich finde es toll, dass die Mädchen ihre Freizeit und viel Kraft investieren um anderen zu helfen!

Danke!



L. Mikhof


2008 waren wir die 500. buddY Schule und 2009 wurden die buddy Projekte der Carl Benz Realschule als buddYs des Monats Juni ausgezeichnet.
2011 besuchte uns die Schulministerin Frau Löhrmann und informierte sich über unser buddY Engagement.
Frau Ministerin Löhrmann besucht unsere Schule


Mittlerweile laufen folgende buddY Projekte als Arbeitsgemeinschaften:
Schülermediation
Hausaufgaben - buddYs
Tutoren - buddYs
Paten - buddYs für die Klassen 5
Paten - buddYs für die Seiteneinsteigerklasse

B wie...



... wie Beratungslehrer

Unsere Beratungslehrerin: Frau Vogt

Die Schulberatung umfasst folgende Bereiche:

Einzelfallberatung
Beratung bei Problemen
Drogenprophylaxe
Beratung bei aggressivem Verhalten von Schülern
Hilfe bei der Suche nach außerschulischen Institutionen (Zusammenarbeit mit Jugendämtern, Caritas, Hilfe bei Legasthenie/Lese- Rechtschreibschwäche in Zusammenarbeit mit dem „Sprungtuch e.V.“ u.a.)

Sowohl Schüler als auch Eltern und Kollegen können Beratung in Anspruch nehmen.

Sprechstunde ist immer nach Vereinbarung.
©C.Vogt



Das Beratungskonzept der Carl Benz Realschule
die Arbeit im vernetzten Beratungsteam

Erarbeitet und vorgestellt von Christiane Vogt
Aktualisierte Fassung Juni 2010

Die hier folgenden Ausführungen beziehen sich auf das Beratungskonzept als Ganzes. Es umfasst die Themenbereiche

Drogen und SuchtpräventionDie Streitschlichtung/ Mediation Klassen 5-7Die SchulsozialarbeitDie schulische Einzelfallberatung5. Begabtenförderung CCB

Die Einzelbereiche stellen ihren spezifischen Beratungsbereich nach den folgenden Ausführungen separat vor. Der Bereich 2. wird gesondert aufgeführt.





Grundgedanke

Die Anforderungen an ein schulisches Beratungskonzept (gemäß RdErl. d. M. S. W. v. 8.12 1997) und die Aufgaben der daran mitwirkenden Lehrkräfte sind unmittelbar verbunden mit den schulischen aber auch gesamtgesellschaftlichen Problemstellungen unserer Zeit. Seine Einrichtung ist eine Reaktion auf die Vielschichtigkeit der anfallenden Problemlagen und deren Relevanz für das schulische und häusliche Umfeld der Schülerinnen/Schüler.

Die Multikausalität vieler Problemlagen bringt es mit sich, dass eine Beratung auf der Grundlage einer eindimensionalen Betrachtungsweise per se nicht zum Erfolg führen kann. Es gilt also die Möglichkeit zu schaffen, im Rahmen eines Beratungskonzeptes variabel und effektiv auf komplexe Problemsituationen reagieren zu können.
Ein rein reaktives Vorgehen entspricht jedoch schon lange nicht mehr den Anforderungen der Zeit, entscheidend ist das Agieren im Vorfeld, sind die Maßnahmen der Prävention.



Das Prinzip

Ausgehend von den oben skizzierten Grundgedanken, ist die Vernetzung der Beratungsbereiche eine logische Konsequenz. Hierfür gibt es allerdings eine Vielzahl triftiger Gründe:

Eine einzelne beratende Lehrkraft kann, bedingt durch die Häufigkeit und Vielschichtigkeit der Problemstellungen, nicht effektiv agieren und reagieren. Dagegen sprechen einfache praktische Erfahrungen.

Nicht immer ist die Lehrkraft unmittelbar erreichbar – eine unmittelbare Reaktion ist aber oft in der beratenden Tätigkeit von großer Bedeutung.Oft korrelieren mehrere Problembereiche.Die zeitliche Belastung einer einzelnen Lehrkraft kann zu hoch werden.Die unterschiedlichen Beratungsbereiche erfordern unterschiedliche Kompetenzen und Charaktere.
Die Antwort hierauf ist die grundsätzliche Arbeit in einem eingespielten Team, die Bildung eines Kompetenzpools, der die anfallenden Aufgaben effizienter lösbar macht.

Mit mehreren Lehrkräften erreicht man eine höhere Akzeptanz bei den Schülerinnen und Schülern.Weiterhin besteht stets die Möglichkeit Probleme kompetent mit mehreren zu erörtern, zu analysieren und Lösungsstrategien zu entwickeln.Es lässt sich in diesem Rahmen auch das bei Gesprächen z. T. sehr wichtige „Vieraugenprinzip“ wesentlich leichter umsetzen und das zeitnahe Herangehen an eine Problemlage ist nahezu garantiert.Die zeitliche Belastung ist wesentlich besser verteilbar.
Obligatorisch ist in diesem Zusammenhang die Kooperation zwischen Beratungslehrer, Schulleitung, Kollegium, Sozialpädagogen und Erziehungsberechtigten. Transparenz dient bei bestimmten Problemstellungen eindeutig als erster Lösungsansatz. Allerdings ist die Transparenz in bestimmten Situationen begrenzt durch die Notwendigkeit der strengen Vertraulichkeit. Dass sich hieraus im Einzelfall eine Konfliktsituation ergeben kann, ist Fakt, stets zu bedenken, aber unvermeidbar. Auch in diesem Zusammenhang ermöglicht die Arbeit im Team eindeutig die Möglichkeit einer besseren Abwägbarkeit.



Zielvorstellungen

Ein fundamentaler Baustein des Beratungskonzeptes ist die Feststellung, dass bestimmte Probleme niemals allein durch die schulischen Beratungsinstanzen gelöst werden können. Die Kooperation mit externen Beratungsstellen ist deshalb eine Selbstverständlichkeit. Hierbei ist es wichtig, entsprechende Stellen nicht wahllos zu kontaktieren bzw. erst nach dem Entstehen einer Problemsituation. Entsprechende Kontakte sind bereits im Vorfeld zu knüpfen, um im Bedarfsfall zeitnah und zielgerichtet reagieren zu können.

Der Erfolg eines Beratungskonzeptes ist nur schwer in mathematischen bzw. statistischen Dimensionen messbar, hierzu gibt es zu viele individuelle Variablen und Unwägbarkeiten. Der Erfolg (oder Misserfolg) zeigt sich vielmehr in den Ergebnissen der Einzelfallberatung, dem schulischen Lern- und Arbeitsklima, dem Vertrauensverhältnis zwischen Schülern, Erziehungsberechtigen und Lehrerinnen und Lehrern, dem Zustandekommen einer effektiven Kooperation mit externen Beratungsorganen.
Fest steht, dass es das Ziel eines Beratungskonzeptes sein muss:

dass es (so banal es klingen mag) überhaupt in Anspruch genommen wird.im besten Fall Problemstellungen bereits im Vorfeld zu erkennen und präventiv zu arbeiten.für erkannte Problemstellungen wirkungsvolle Lösungsstrategien zu entwickeln.dass es eine hohe Akzeptanz von allen Seiten (Lehrpersonal, Schüler/Innen, Erziehungsberechtigte) erfährt, indem es alle Seiten informiert, kontaktiert und in Lösungsstrategien integriert.
Wichtig ist, dass ein Beratungskonzept keine starre Konzeption haben darf. Dies widerspräche dem wichtigen Grundsatz der Flexibilität. Es gilt das Beratungskonzept permanent zu evaluieren und weiter zu entwickeln.



Die Drogen- und Suchtprävention
Die schulische Beratungstätigkeit im Bereich der Drogen- und Suchtprävention beschäftigt sich mit einem der großen Spannungs- und Problemfelder unserer Gesellschaft. Neben den illegalen Drogen gibt es eine Vielzahl gesellschaftlich akzeptierter Drogen (Alkohol, Nikotin), deren Konsum den Schülern aus dem häuslichen Umfeld häufig allgegenwärtig ist. Weiterhin besteht z.B. bei illegalen Cannabisprodukten die Tendenz, den Konsum unter dem Eindruck der gesellschaftlichen Akzeptanz verharmlosend zur Normalität, zur „problemlosen“ Jugenderfahrung zu erklären, auch wenn neuere Untersuchungen wieder das Gefahrenpotential betonen. Die Liste der Probleme ist lang: Drogenproblematik, Ess-Brechsucht, Spielsucht usw.
Die Vielfalt der Aufgaben im Rahmen dieser Beratungstätigkeit wird schnell deutlich, wenn man die Problemfelder der Drogen und Süchte in den Medien verfolgt.

Im schulischen Rahmen müssen deshalb bestimmte Schwerpunkte gesetzt werden, Prävention kann sich unmöglich mit dem Gesamtfeld befassen, hierdurch würde die Schule einfach überfordert.
Bestimmte Teilproblematiken können deshalb nur im Falle ihres Auftretens thematisiert werden.

Die Hauptproblemfelder lassen sich anhand der allgemein zugänglichen Statistiken und aus dem schulischen Erfahrungsbereich heraus festlegen:

NikotinkonsumAlkoholkonsumDrogenkonsum (mit dem Schwerpunkt Cannabis)

Das Ziel der Drogen- und Suchtprävention ist in diesem Zusammenhang klar:
Die Schüler/Innen, die Erziehungsberechtigten und das Kollegium sollen über Gefahren und Risiken der genannten Problembereiche aufgeklärt werden. Neben der Sensibilisierung aller Gruppen steht die Stabilisierung der Schülerinnen/Schüler. Sie sollen erkennen und erfahren, dass ein „Nein“ in bestimmten Situationen ein Zeichen der Stärke und des Selbstbewusstseins ist. Stärke und Selbstbewusstsein gilt es in diesem Zusammenhang zu fördern.
Besonders wichtig ist die kompetente Beratung. Schülerinnen/Schülern, aber auch den Erziehungsberechtigen soll verdeutlicht werden, dass an der Georg-Schulhoff-Realschule der Wille und die Möglichkeiten vorhanden sind, in Problemsituationen Hilfestellungen zu geben, dies umfasst auch die Einbeziehung externer Beratungsstellen.

Das Konzept der Drogen- und Suchtprävention basiert an der Carl Benz Realschule auf fünf entscheidenden Grundsätzen:

dem Grundsatz der Präventiondem Grundsatz der Restriktiondem Grundsatz der Transparenzdem Grundsatz der BeratungGrundsatz der Evaluation und Weiterentwicklung

Im Einzelnen:

Zum Grundsatz der Prävention

Dabei ist es unser Ziel, in Kooperation mit den schulischen Gremien und Interessengruppen den von Drogen/Süchten ausgehenden Gefahren bereits im Vorfeld entgegenzuwirken. Dies geschieht durch die Aufklärung im thematischen Zusammenhang des Unterrichtes (Klasse 7/Klasse 9/Klasse 10) in den Fächern Biologie, Politik und Religion, aber z.T. fächerübergreifend in Zusammenarbeit mit dem Fach Deutsch.
In der Klasse 8 erfolgt in Zusammenarbeit mit Kreuzbund (Herrn Metz) eine Informationsveranstaltung zum Thema: Alkoholkonsum aus der Sicht eines Betroffenen. Ergänzend hierzu findet eine entsprechende Informationsveranstaltung für das Kollegium statt. Anschließend wird das Thema mit den Schülern und dem Klassenlehrer ggf. ergänzt, diskutiert und vertieft, wenn dazu bedarf seitens der Schüler besteht.

Jährlich nehmen einzelne Klassen an dem Wettbewerb "be smart, don't start" teil, der in ganz NRW stattfindet. Im vergangenen Jahr hat eine 9. Klasse den 2. Platz beim Kreativwettbewerb im Rahmen dieses Projektes gewonnen.

Weiterhin erfolgen zusätzliche Kooperation mit externen Institutionen, die z.T. in die Prävention eingebunden sind (Bezirksdienst der Polizei Düsseldorf oder wie genannt KK Vorbeugung der Polizei Düsseldorf) oder im Einzelfall kontaktiert bzw. eingebunden werde (Bezirkssozialdienst, Drogenberatung der Caritas usw.).



Zum Grundsatz der Restriktion
Die Schule muss ein drogenfreier Raum sein. Dieser Maxime folgend gibt es für alle Interessengruppen der Schule die Pflicht, sich an der Erreichung der Zielsetzung zu beteiligen. In besonderem Maße gilt dies allerdings für Kollegium und Schulleitung. Neben den präventiven und beratenden Ansätzen muss der Wille deutlich werden, aus einem „Wir “-Gefühl heraus die eigene Schule unter Wahrung der schulischen und rechtsstaatlichen Möglichkeiten zu verteidigen. Deshalb haben sich die Gremien der Carl Benz Realschule darauf geeinigt, jeden Verstoß gegen § 41 der AschO unter Prüfung des Einzelfalles und der Beachtung der Verhältni
mäßigkeit konsequent zu ahnden. Die Maßnahmen hierbei können im Bereich der schulischen Ordnungs- und Erziehungsmaßnahmen liegen; in gravierenden Fällen wird die Schule im Rahmen ihrer Möglichkeiten grundsätzlich die Polizei einschalten.



Zum Grundsatz der Beratung
Eng verbunden mit präventiven und restriktiven Ansätzen ist auch der Grundsatz der Beratung. Schüler/Innen und Erziehungsberechtigte haben das Recht auf Hilfestellungen durch die Schule, wenn die Schule selbst nicht effektiv helfen kann, sind in jedem Falle externe Beratungsstellen einzuschalten. Die Herstellung entsprechender Kontakte kann von der Schule angeboten werden, da diese bereits über ein entsprechendes Netzwerk verfügt. Eine Beratung soll selbstverständlich auch dann stattfinden, wenn von schulischer Seite her restriktive Maßnahmen getätigt werden mussten.

Entscheiden für die Beratung ist ihre zeitnahe, kompetente, problem- und schülerorientierte Durchführung. Hierfür ist u. a. die Beratungslehrerin, die Schulleitung und die Schulsozialarbeiterin der Carl Benz-Realschule zuständig. Auch wenn jeder der beteiligten Kolleginnen/Kollegen bestimmte Aufgaben übernimmt, ist jeder in der Lage im Falle einer akuten Problemsituation zu reagieren. Hierzu existiert bereits ein entsprechender Ordner, der jeder/jedem Kollegin/Kollegen den sofortigen Zugang zu den Telefonnummern/Adressen der verschiedensten externen Institutionen und Beratungsstellen ermöglicht.



Zum Grundsatz der Transparenz
Immer wieder wurde und wird in der öffentlichen Diskussion bezüglich der Drogen- und Suchtproblematik (aber auch der Gewaltproblematik) den Schulen der Vorwurf gemacht, Probleme zu verschweigen, zu verharmlosen und so weitere Problemlagen zu schaffen. Die Carl Benz-Realschule verfolgt in diesem Zusammenhang den Grundsatz der Transparenz gegenüber allen schulischen Interessengruppen. Es muss das Ziel sein, Probleme gemeinsam zu erkennen und gemeinsam zu lösen, dies ist ohne Transparenz nicht möglich.
Im Einzelfall kann die Notwendigkeit von Vertraulichkeit vor der Transparenz stehen. Dies gilt es stets sorgfältig zu prüfen.



Zum Grundsatz der Evaluation und Weiterentwicklung
Ein Beratungskonzept kann keine starre Konstruktion sein. Um effektiv arbeiten zu können, ist es auf eine ständige Überprüfung und Weiterentwicklung angewiesen, da es nur so Antworten auf aktuelle Probleme bieten kann.

Als konkrete Maßnahme soll der „Beratungsbezogene Erfassungsbogen“ entwickelt werden. Mit Hilfe dieses Bogens soll jede Beratungstätigkeit separat erfasst werden. Diese Unterlagen gilt es besonders zu verwalten, um die gebotene Vertraulichkeit zu wahren.
Es soll mit dem Erfassungsbogen festgehalten werden, welche Problemlage vorliegt, welche Maßnahmen von schulischer Seite getroffen wurden, ob und welche externen Stellen eingeschaltet wurden.
Im Rahmen einer Auswertung können so Problemschwerpunkte erkannt, Präventions- und Beratungstätigkeit angepasst und effektiver durchgeführt werden.
Geplant ist auch eine fallbezogene Ergebnisdokumentation. Diese ist jedoch noch in der Entwicklungsphase.

Die StreitschlichtungIm Zentrum der Streitschlichtung steht die eigenständige Lösung auftretender Konflikte durch die Konfliktparteien mit Hilfe eines Streitschlichters. Dazu gehört Verständnis füreinander zu entwickeln, fair miteinander umzugehen und körperliche Auseinandersetzungen zu vermeiden. Daher ist unser Anliegen in der Schule, in Mädchen und Jungen das Interesse zu wecken, selbst die Verantwortung für ihr friedliches Zusammenleben zu übernehmen, statt sie den Lehrerinnen und Lehrern zu übertragen.

Der Ansatz der Streitschlichtung sieht vor, Schülerinnen und Schülern das nötige „Handwerkszeug“ zur Verfügung zu stellen, damit sie nach einer erfolgreichen Ausbildung Konflikte selbstverantwortlich lösen können. Das Besondere an diesem Ansatz ist, dass es die Schülerinnen und Schüler aktiv in die Konfliktbearbeitung einbezieht. Unmittelbar nach der Ausbildung wird ein Dienstplan erstellt, so dass die neuen Streitschlichter umgehend mit ihrer Arbeit beginnen können. Die Arbeit erfolgt in Zweierteams, wobei jedem neu ausgebildeten Schlichter zur Unterstützung ein bereits erfahrender Streitschlichter aus der 10. Jahrgangsstufe zugeteilt wird. Zum Ende eines Halbjahres erhalten die ausgebildeten Streitschlichter ein Zertifikat für ihre ausgeübte Tätigkeit, welches sie auch bei Bewerbungsschreiben für ihren zukünftigen Arbeitsplatz nutzen können.

Ziel ist es, interessierte Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe von bereits mit Streitschlichtung vertrauten Lehrerinnen und Lehrern zu Streitschlichtern auszubilden, in dem man ihnen Wege zeigt und ihnen die entsprechenden Fähigkeiten vermittelt, Konflikte im Schulalltag selbstständig zu lösen, was sich auch postitiv auf das Gesamtleben im Schulalltag auswirken kann.





In der Ausbildungszeit lernen die interessierten Schülerinnen und Schüler das Konzept der Streitschlichtung als Instrument des konstruktiven Umgangs mit Konflikten kennen und wenden es in entsprechenden Phasen der Ausbildung an. Gleichzeitig stärken sie dabei ihre Fähigkeiten, Konflikten zielgerichtet mit größerer Sicherheit zu begegnen. Zu den inhaltlichen Gegenständen der Ausbildung gehören u. a.:Verständnis des Grundprinzips sowie Grenzen und Möglichkeiten von Streitschlichtung

Kennen lernen eigener Grenzen und Möglichkeiten anhand von FallbeispielenGrundvoraussetzungen für das Gelingen von Streitschlichtung erfahren

Kennen lernen und Einschätzung von Konfliktdynamik und Konflikteskalation

Einübung von Streitschlichtungsabläufen





Bisherige Erfahrungen mit Streitschlichtung in Schulen haben gezeigt, dass Schülerinnen und Schüler durch die Ausbildung ihre kommunikativen und problemlösenden Kompetenzen verbessern (können). Wir, die Carl Benz-Realschule, befürworten die Streitschlichterausbildung, weil wir unsere Schülerinnen und Schüler zu Verantwortlichkeit, Selbstbewusstsein und Selbstkontrolle erziehen wollen. Wir wünschen uns, dass unsere Schülerinnen und Schüler Konflikte als etwas Positives betrachten und konstruktiv mit den Konflikten umgehen, denn nur dann kann in den meisten Fällen Gewalt und Leid vermieden werden. Des Weiteren werden wir auch in der Zukunft großen Wert darauf legen, in einer gewaltfreien Schule miteinander zu leben. Die Streitschlichtung ist somit als weiterer Baustein der Gewaltprävention an unserer Schule unverzichtbar. Ein gutes Schulklima ist natürlich das Ergebnis eines längeren Prozesses, an dem alle an der Schule beteiligt sind und sich für ihre Schule engagieren. Das Streitschlichterteam und dessen Arbeit wollen Bestandteil eines solchen Schulentwicklungsprozesses sein. Wir wollen auch zukünftig nicht nur Wissen an unserer Schule vermitteln, sondern gleichzeitig einen stets wichtiger werdenden Erziehungsauftrag wahrnehmen, damit Schülerinnen und Schüler sich zu verantwortungsbewussten Individuen entwickeln können.





Zuständig für diesen Bereich ist ein Lehrerteam, das sich Schwerpunkt bezogen mit diesem Projekt beschäftigt und ihre Erfahrungen gesondert darstellen.

(Siehe Mediation)



Die Schulsozialarbeit im vernetzten Beratungsteam
Die Schulsozialarbeit ist der jüngste Baustein in unserem Beratungskonzept. Sie existiert seit dem ende des zweiten Schulhalbjahr 2009/2010. In gemeinsamen Gesprächen mit der Schulleitung, der Beratungslehrerin, der Schulsozialpädagogin und den Sozialarbeitern des Rondell (an unsere Schule angegliedert: über Mittag Betreuung, Ferienprogramme, Mensa etc)wird zunächst ein konzeptioneller Rahmen erarbeitet, der in den nächsten Monaten ausgebaut und strukturiert werden soll.
Die Schulsozialarbeiterin ist mit 20 Stunden in der Woche an unserer Schule vertreten, sie ist zwischen 9.00h und 14.00 im Hause tätig
Das Ziel der Schulsozialarbeit und der Lehrerschaft ist eine Erziehung und Bildung der Schüler, bei der sie Schlüsselqualifikationen wie Eigeninitiative, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein für sich und andere erlernen, ausprobieren und erfahren sollen.
Den unterschiedlichen Problembereichen soll im schulischen Alltag konzeptionell begegnet werden auf der Basis, dass Schulsozialarbeit als wichtiger Baustein zur optimalen Förderung der Schüler und Schülerinnen im Schulbetrieb beiträgt.

Folgende Aufgabenfelder werden von der Schulsozialarbeit wahrgenommen oder sind in Vorbereitung:EinzelfallhilfeIndividuelle Problembetreuung bei KonfliktfällenSchnelle Kontaktaufnahme zwischen Lehrern, Eltern und der SchulsozialarbeitKontakte zu externen Beratungs-und JugendhilfeangebotenKontaktmöglichkeiten bei Zeugnisausgabe, Elternsprechtagen, Tagen der offenen Tür Durchführung von Projekten

Die schulische Einzelfallberatung
Der berufliche Alltag von Lehrerinnen und Lehrern ist gekennzeichnet von einer Vielzahl unterschiedlicher Interaktionen mit Schülern und Kollegen, die nicht immer „rund“ und zur eigenen Zufriedenheit laufen. Kollegiale Beratung ist eine Arbeitshilfe zur Besprechung von beruflichen Situationen, Problemen und Zielen in einer Gruppe.
Der Schwerpunkt des Beratungskonzeptes der Carl Benz-Realschule liegt in der Ergänzung und Intensivierung der Beratungstätigkeit aller Lehrerinnen und Lehrer. Insbesondere sollen Lehrerinnen und Lehrer dahingehend beraten werden, wie sie in Einzelfällen mit Konflikten von Schülerinnen und Schülern umgehen und sich angemessen verhallten können. Den Lehrerinnen und Lehrern soll Unterstützung angeboten werden, wie sie Schülerinnen und Schülern mit Problemen im schulischen Bereich, aber auch im Elternhaus begegnen und sie entsprechend beraten können. Im Beratungsgespräch versucht der Beratungslehrer und die entsprechende Lehrperson gemeinsam eine Lösung zu finden.
Laut dem Runderlass zur Beratung vom 08.12.1997 „…. ergänzt und unterstützt der Beratungslehrer die Kollegen bei der Vorbeugung und Bewältigung von Lern- und Verhaltensproblemen, sowie darin begründeten Konflikten in der Schule.“
Es ist also die zentrale Aufgabe des Beratungslehrers im Konflikt- oder Problemfall alle Beteiligten bei der Suche nach Lösungen offen und kooperativ zu unterstützen. Im Falle unserer Schule ist es zudem seine Aufgabe (das Einverständnis aller Beteiligten vorausgesetzt) koordinierend zu wirken und gegebenenfalls weitere entsprechend qualifizierte Beratungskräfte in den Lösungsprozess einzubinden.

Grundsätzlich findet das Beratungsgespräch, wenn möglich, nach einer Terminvereinbarung zwischen dem entsprechenden Lehrer bzw. der Lehrerin und dem Beratungslehrer statt. Der Lehrer bzw. die Lehrerin schildert dem Beratungslehrer die entsprechende Problematik und wird von ihm problemspezifisch beraten. Grundsätzlich gilt, dass SchülerInnen das Recht auf Hilfestellung durch die Schule haben. Sie können demnach direkt mit dem Beratungslehrer in Kontakt treten und seine Hilfe in Anspruch nehmen.
Das Beratungsgespräch unterliegt der Vertraulichkeit. Wenn von schulischer Seite nicht effektiv geholfen werden kann, sind unbedingt externe Beratungsstellen einzuschalten. Die Carl Benz-Realschule verfügt über ein entsprechendes Netzwerk und entsprechende Kontakte zu externen und professionellen Beratungsstellen.



Begabtenförderung
In Zusammenarbeit mit dem CCB Düsseldorf arbeitet eine Referendarin bereits mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 6 an einem Chemieprojekt. Besonders interessierte Schüler und Schülerinnen nehmen freiwillig in einer Art Chemie-AG für "Kleine" teil und entwickeln unter Aufsicht eigene Versuche, lernen diese zu beschreiben und zu analysieren. Besonders zwei Kinder zeichnen sich dabei durch besondere Begabung und Neugier aus und sind bereits vom CCB getestet worden. Weitere Kurse sind in der Planung.

Im Fach Kunst soll Schul übergreifend im Schuljahr 2011/2012 ein Malerei-Seminar angeboten werden, an dem besonders interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler auch aus anderen Schulen im Nachmittagsbereich teilnehmen können und ihr Wissen und malerische Techniken und Fertigkeiten mit unterschiedlichen Materialien kennen lernen und erweitern können. Eine Ausstellung soll den Abschluss des Seminars runden und die Bilder auch einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden.



Perspektive

Die Schulentwicklung ist ein dynamischer Prozess. Im Rahmen dieser Dynamik ist es unerlässlich, ein Konzept wie dieses stetig fortzuschreiben, zu innovieren und zu ergänzen. Was sind unsere neuen Ziele:Eine Überprüfung dieses Konzeptes im zweiten Schulhalbjahr 2009/2010 im Hinblick auf besser strukturierte Vernetzung der Beratungsbereiche.Die endgültige Implementierung der Schulsozialarbeit in dieses Konzept und damit verbunden in das Schulprogramm.

C wie ...

C ...wie Carl Benz

Seit 28. November 1998 heißen wir "Carl-Benz-Realschule". Wir ehren damit den Erfinder des Automobils, den "Urahn der Automobile", Carl Benz.

Unserem Antrag, den Namen Realschule Oberkassel durch den Namen Carl-Benz-Realschule zu ersetzen, haben die Bezirksvertretung Oberkassel und der Rat der Stadt Düsseldorf entsprochen. Die Begründung, dass die Naturwissenschaften ein wichtiger Schwerpunkt unserer Schule sind, hat die Politiker überzeugt.

Das Leben des großen Pioniers soll unser Programm sein:
Wir eifern seiner Zielstrebigkeit, seiner Ausdauer und seinem Fleiß nach, denn das führt zum Erfolg.
Das Leben Carl Benz lehrt uns, wer große Leistungen vollbringen will, muss zuerst zu sich selbst finden und die Regeln unserer Gesellschaft beachten. Miteinander und füreinander arbeiten führt zu Erfolg und Erfüllung.
Carl Benz ging neue Wege - wir tun es auch. Neue Medien und moderne Methoden (Methodentraining, Freiarbeit) gehören zu unserem Alltag.


Chronik von Karl Benz

Karl Benz wurde am 26. November 1844 in Karlsruhe geboren. Nach dem frühen Tod des Vaters oblag die Erziehung der Mutter, die ihrem Sohn eine umfassende und gründliche Ausbildung zukommen ließ. Nach der Absolvierung seiner Studien folgte die praktische Arbeit in Karlsruhe, Mannheim und Pforzheim. 1871 wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete in Mannheim eine "Mechanische Werkstätte". Die Erfindung und Verbreitung des Gasmotors wurde von Benz aufmerksam verfolgt. Er konzentrierte sich auf diesen Sektor und arbeitete an Verbesserungen bestehender Konstruktionen.
1879 entstand sein erster Zweitaktmotor( der Viertaktmotor war noch durch Patent geschützt), ausgebildet als Stationärmotor. In der folgenden Zeit befasste sich Benz mit dem selbst fahrenden Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Seine Arbeit gipfelt in dem Motorwagen von1886, dem Urahn der Automobile. Um diesen Wagen bauen zu können, musste Benz zahlreiche technische Voraussetzungen schaffen. Zwar konnte er oft auf die Produkte einer blühenden Fahrradindustrie zurückgreifen, aber viele Einzelteile musste er neu konzipieren und auch herstellen, wie z.B. die Hochspannungszündung, den Mechanismus zur Kraftübertragung und das Differentialgetriebe.

Die Entwicklung geht nach anfänglichen Schwierigkeiten zügig voran. 1900 wirbt das Unternehmen als "älteste und größte Motorenfabrik der Welt". Aber Benz hält nach den großen Erfolgen zu lange an alten Konstruktionsprinzipien fest und bringt sein Unternehmen, das seit dem Jahr 1899 als Benz & Cie., Rheinische Gasmotorenfabrik AG fimiert, in ernste Schwierigkeiten. Obwohl er 1904 eine Position im Aufsichtsrat einnimmt, hat er mit der Leitung der Firma nichts zu tun.

Seine Söhne Richard und Eugen, die im väterlichen Unternehmen tätig gewesen sind, gründen 1906 im benachbarten Ladenburg die Firma C. Benz Söhne zur Herstellung von Automobilen, an der ihr Vater bis 1912 beteiligt ist.
1914 ernennt die Technische Hochschule Karl Benz zum Ehrendoktor. Er wird Zeuge der weltweiten Verbreitung des Automobils und erlebt 1926 den Zusammenschluss seiner Firma mit der Konkurrenz zur Daimler- Benz AG.
Benz stirbt am 4. April 1929 in Ladenburg.


Berta Benz startet Aufsehen erregende Werbefahrt
August 1888: Berta Benz, am 03.05.1849 in Pforzheim geboren. Berta Benz war eine geborene Ringer, Tochter des Zimmermeisters Ringer, damals größter Zimmereibetrieb in Pforzheim. Ihre Mitgift und das voraus ausbezahlte Erbe sicherten die junge Firma ihres Mannes.
Die junge Frau bewies mit ihrer eintägigen 80 km langen Fahrt von Mannheim nach Pforzheim, das auch die Ehefrau des berühmten Karl Benz das erste Auto der Welt selber fahren kann.
Berta Benz, die alle Entwicklungen ihres Gatten aufmerksam verfolgte, kam zu der Überzeugung, dass der Wagen einen Aufsehen erregenden Auftritt braucht, um auch wirtschaftlich erfolgreich zu werden. Zusammen mit ihren Söhnen Eugen und Richard, die mit allen Einzelheiten der väterlichen Konstruktion vertraut waren, schmiedete sie den Plan, die Leistungsfähigkeit der Benz-Wagen mit einer Fahrt über Land unter Beweis zu stellen. Als Ziel des Unternehmens, von dem Karl Benz nichts wissen durfte, wählte sie das Haus ihrer Mutter in Pforzheim.
Heimlich startete die dreiköpfige Besatzungen am frühen Morgen eines Augusttages. Zuerst fuhren Berta Benz und ihre Söhne Richtung Heidelberg und von dort Richtung Süden auf Pforzheim zu. Im ebenen Gelände ging die Fahrt zunächst zügig voran. Als sie das Bergland erreichten, wird es schwierig. Bei stärkeren Steigungen mussten zwei Passagiere aussteigen und den Wagen schieben. Das Fehlen einer zusätzlichen Übersetzung machte sich bemerkbar, ein Konstruktionsmangel, den Karl Benz nach der Rückkehr sofort behob.
Problematisch gestaltete sich auch die Benzinversorgung, da die Apotheken am Wegrand meist nur über geringe Mengen des Treibstoffes verfügten. Der Wasserverbrauch war so enorm, das alle 20 km nachgefüllt werden musste. Durch die starke Beanspruchung verlängerten sich Riemen und Ketten, die unterwegs mehrfach gekürzt werden mussten. Trotz dieser Hindernisse erreichte Berta Benz bei Einbruch der Dunkelheit ihr Fahrziel. Nach einigen Tagen fuhr sie wieder mit dem Wagen nach Mannheim zurück. Ihre Ankunft vor der Fabrik glich einem Triumphzug.

Benz und der erste patentierte Motor-Wagen überhaupt.
Quelle: Daimler Chrysler