Lernzeit

In der Lernzeit sind die Kinder der additiven Gruppen alters- und klassenspezifisch in drei Lernzeitgruppen eingeteilt /Stufe 1 / Stufe 2 / Stufen 3 und 4). In diesen Gruppen werden hauptsächlich unter der Anleitung von LehrerInnen und mit Unterstützung der Erzieherinnen die Hausaufgaben erledigt. Die Kinder erhalten jedoch auch darüber hinaus Hilfestellungen bei Problemen und werden je nach ihren Stärken und Schwächen individuell gefördert.
Die Kinder der Ganztagsklassen haben keine festgelegte Lernzeit, da diese Lernphasen in den Tagesablauf integriert sind.

Die Lernzeit in der OGS findet montags, dienstags und donnerstags in der Zeit von 14.00 Uhr – 15.00 Uhr jeweils in den Klassenräumen der Kinder statt. Mittwochs ist unser hausaufgabenfreier Tag. Freitags erledigen die Kinder ihre Hausaufgaben zu Hause. So haben die Eltern einen intensiveren Einblick in das Lerngeschehen ihres Kindes.

                         Lernzeitkonzept der OGS Bingener Weg                          Stand 01.02.2017
Die Hausaufgaben (HA) werden grundsätzlich in der Lernzeit (LZ) erledigt.
Alle Kinder führen ein Hausaufgabenheft, in dem sie die Aufgaben notieren. Auch die Weiterarbeit am Wochenplan oder andere individuelle Aufgaben werden in der Lernzeit erledigt. Uns ist es wichtig, dass alle Kinder ein Hausaufgabenheft führen. Die Kinder schulen sich mithilfe ihres Hausaufgabenheftes, selbständig ihre Aufgaben zu organisieren und zu erarbeiten – insbesondere im Hinblick auf die weiterführende Schule.
Die LehrerInnen, ErzieherInnen und KooperationspartnerInnen (LEK) nutzen die Lernzeitkladde zur Kommunikation mit der Klassenlehrerin. Alle Besonderheiten während der Lernzeit werden hier notiert.
Die Lernzeit findet von 14.00 – 14.55 Uhr statt. Die Kinder werden rechtzeitig auf den Schulhof geschickt (gegebenenfalls mit Jacke) und sammeln sich an ihrem Aufstellplatz. Gemeinsam mit der LEK gehen sie in den Klassen- oder Gruppenraum, in dem die Lernzeit stattfindet.
Nach Möglichkeit sitzen die Kinder getrennt, damit alle in Ruhe an ihren Aufgaben arbeiten können. Die ersten fünf Minuten dienen der Orientierung. In dieser Zeit stellen die Kinder noch keine Fragen, damit sie sich selbständig mit ihrer Aufgabe auseinandersetzen können. Nach ca. 30 Minuten wird darauf hingewiesen das Fach bzw. die Aufgabe zu wechseln.
Die LEK hält nach, ob die Kinder konzentriert an den Aufgaben gearbeitet haben. Falls sich Kinder während der Lernzeit mit anderen Dingen beschäftigt haben oder gestört haben sollten, wird dies für die Eltern und LehrerInnen im Mitteilungsheft und in der Lernzeitkladde vermerkt. Die Aufgaben müssen dann am Wochenende nachgearbeitet werden.
Hausaufgaben geben „Gelegenheit zu selbständiger Auseinandersetzung mit einer begrenzten (…) Aufgabe (…). Sie tragen damit dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler fähig werden, Lernvorgänge selbst zu organisieren sowie Arbeitstechniken und Arbeitsmittel selbst zu wählen und einzusetzen.[1]
Der Umgang mit Fehlern wird wie folgt gehandhabt: Aufgaben, die von den Kindern selbstständig erledigt werden, dürfen Fehler enthalten. Die Kinder werden individuell auf Fehler hingewiesen. Gelingt einem Kind die eigenständige Erarbeitung der Aufgaben nicht, gibt die LEK weitere Unterstützung. Können die Aufgaben dennoch nicht erledigt werden,  erfolgt eine Rückmeldung an Eltern und Klassenlehrerin. Diese Rückmeldung ist sehr wichtig, denn die Hausaufgaben sollen „…in ihrem Schwierigkeitsgrad und Umfang die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen und von diesen selbständig d. h. ohne fremde Hilfe (…) gelöst werden können.“[2] Zudem kann die Klassenlehrerin erkennen, welche Themen und Inhalte im Unterricht aufgegriffen werden müssen.
Fehler gehören zum Lernprozess der Kinder dazu. Hausaufgaben haben nicht die Funktion, eine Aufgabe fehlerfrei zu bearbeiten. Sie dienen dazu, sich mit einem Lerninhalt selbstständig auseinanderzusetzen.
Kürzel, Smileys, Haken oder Stempel werden in den Lernzeitgruppen individuell von der LEK genutzt. Dies können Sie aber noch mal auf dem Elternabend der Klasse genauer erfragen. Das heißt aber grundsätzlich, dass die Hausaufgaben gesehen wurden, aber nicht unbedingt korrigiert wurden sind.
Sind die Kinder mit ihren Aufgaben fertig, erhalten sie von der LEK weitere individuelle Lernaufgaben, die mit der Kassenlehrerin abgesprochen sind. Dies können Freiarbeit, Lesen, Arbeit am Wochenplan, Weiterarbeit an individuellen Arbeitsaufträgen (Lernzeitordner) usw. sein.
Sind alle Kinder der 1. Klasse mit den Hausaufgaben fertig, entscheidet die LEK, ob sie weitere Aufgaben zur Verfügung stellt oder mit den Kindern auf dem Schulhof spielt, um das Gelernte zu verarbeiten.

[1] Hausaufgaben in der Primarstufe und Sekundarstufe 1, RdErl. d. Kultusministeriums v. 2. 3. 1974)

[2] Klassenarbeiten und Hausaufgaben an allgemeinbildenden Schulen, RdErl. d. Ministerium für Schule und Weiterbildung, 05.05.2015