Medienbildung



Förderung der Medienkompetenz in allen Fächern

Beim Lernen zum Thema Medien unterscheidet man zwischen den Teilaspekten "Lernen mit Medien" und "Lernen über Medien".
"Lernen mit Medien" zielt auf die Verbesserung des fachlichen Lernens und unterstützt das selbstständige Lernen, indem Medien von den Schülerinnen und Schülern zur Veranschaulichung von Unterrichtsinhalten, zur aktiven Auseinandersetzung mit fachlichen Inhalten oder zur Recherche von aktuellen und bisher nicht verfügbaren Materialien genutzt werden. Der Aspekt "Lernen über Medien" fragt nicht nur nach dem fachlichen Inhalt, sondern hinterfragt auch die Medienbotschaften, die Rezeptionsbedingungen sowie die Bedingungen von Medienprodukten. Zu dieser Medienkompetenz gehört auch, dass Schülerinnen und Schüler lernen, Medien zu produzieren und für ihr Lernen, für ihre eigenen Interessen zu nutzen. Die Medienwelt und damit auch die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler hat sich in den letzten Jahren - vor allem durch das Smartphone - gravierend verändert. Digitale Medien spielen eine immer wichtigere Rolle und Online-Plattformen sind für Jugendliche wertvolle Sozialisationsinstanzen für ihre peer-groups. Daneben steht für junge Menschen das "Leben" in den sozialen Medien für gesellschaftliche Teilhabe und auch für die zukünftige Erwerbstätigkeit in fast allen Berufssparten ist ein selbstverständlicher Umgang mit Digitalisierung unverzichtbar.
Dem müssen wir als Schule Rechnung tragen und Konzepte entwickeln, die diese starken Veränderungen im Bereich der Information, Kommunikation und Anwendung in den schulischen und vor allem unterrichtlichen Bildungsprozess einarbeiten.

Schuleigenes Medienkonzept (Schwerpunkt: Digitalisierung)
Mit Hilfe des Kollegiums ist in den letzten Monaten ein neues Medienkonzept erstellt worden, das den Lernenden, den Lehrenden, den Eltern, allen beteiligten Institutionen und dem Schulträger zeigen soll, an welchem Punkt die Anne-Frank-Realschule derzeit bezüglich der Vermittlung von Medienkompetenz steht und wohin sie sich entwickeln möchte. Mit diesem Konzept wird es leichter möglich sein, Austausch zu ermöglichen, Ziele zu formulieren, Vereinbarungen zu treffen und durch Umsetzungsideen zu konkretisieren.

Ziele
Digitale Mediennutzung findet heute in vielfältiger Weise statt. Um sich in dieser komplexen Medienwelt orientieren zu können, reicht es aber nicht aus, nur die Bedienungstechniken zu beherrschen. Besonders Kinder und Jugendliche, die viel Zeit mit dem Konsum von medialen Inhalten verbringen, müssen den verantwortungsbewussten und sinnvollen Umgang mit Medien erst lernen.
Hier ist eine ergänzende pädagogische Rahmensetzung wichtig, die sich durch Austausch und Reflektion der Vermittlungsansätze entwickeln muss (z.B. Fragen nach digitaler Überfrachtung vor allem der jüngeren Schülerinnen und Schüler; Fragen nach alternativen Erfahrungen außerhalb digitaler Welten etc.) Unsere Schülerinnen und Schüler individuell, zeitgemäß und mediengestützt zu einer umfassenden und kritischen Medienkompetenz auszubilden ist keine leichte Aufgabe. Die schnellen Weiterentwicklungen in der Informationstechnologie bleiben vor allem für den Bildungsbereich der Sekundarstufe I eine große Herausforderung und bedingen eine fortlaufende Anpassung der schulinternen Konzeptentwicklungen und Curricula.

Die Grundlage für unsere Medienkonzeptentwicklung bildet ein schulinternes Mediencurriculum auf Basis einer Bestandsaufnahme der fachunterrichtlichen Anbindung medialer Kompetenzschulung mit dem Schwerpunkt Digitalisierung.

Die Ausrichtung des Medienkonzeptes orientiert sich an den sechs vorgegebenen Kompetenzbereichen des Medienkompetenzrahmens NRW:

  1. Bedienen und Anwenden
  2. Informieren und Recherchieren
  3. Kommunizieren und Kooperieren
  4. Produzieren und Präsentieren
  5. Analysieren und Reflektieren
  6. Problemlösen und Modellieren
Das Unterrichtsfach Informatik
Ab dem Schuljahr 2018/19 ist das Fach Informatik als Schwerpunktfach im Wahlpflichtbereich ab Jahrgangsstufe 7 wählbar und wird in den Jahrgangsstufen 8-10 fortgeführt.

Informationstechnischer Grundlagenunterricht
Ab dem nächsten Schuljahr ist ITG - Unterricht in unserer 5. Jahrgangsstufe implementiert. Unterschiedliches Vorwissen muss in einem ersten Basiskurs zusammengeführt werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen vor allem den Umgang mit vorhandener Hardware (PC, Laptop, iPad, Smartboard) einüben, einzelne Programmanwendungen bzw. Apps bedienen können und lernen, Daten zu organisieren. So ist gewährleistet, dass diese SchülerInnen in den folgenden Schuljahren die notwendigen Grundkenntnisse aufbauen und erweitern, um zunehmend qualifiziert mit digitalen Medien und Anwendungsprogrammen umgehen zu können.
Der Unterricht wird dann jeweils im 2. Schulhalbjahr wöchentlich einstündig (67,5 Minuten) stattfinden.

Projekttage
am Ende des Schuljahres 2018/19:
jetzige 6a,6b,6c: Informationstechnische Grundbildung (ITG)
zu Beginn des Schuljahres 2019/20:
neue 6a,6b,6c: Informationstechnische Grundbildung (ITG)
im Laufe des Schuljahres;2019/20:
7a,7b,7c: Textverarbeitung /Keynote alternativ: Cyber Mobbing
9a,9b: Training Bewerbungschreiben mit Pages /Word

Für die Jahrgänge 7 und 9 wird einer der drei Tage innerhalb des obligatorischen Methodentrainings in einen "Digital-Projekttag" umgewandelt.

Ausführliche Informationen finden Sie hier.


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