Medienbildung

 

Medienkonzept - Förderung der Medienkompetenz in allen Fächern

Beim Lernen zum Thema Medien unterscheidet man zwischen den Teilaspekten "Lernen mit Medien" und "Lernen über Medien".
"Lernen mit Medien" zielt auf die Verbesserung des fachlichen Lernens und unterstützt das selbstständige Lernen, indem Medien von den Schülerinnen und Schülern zur Veranschaulichung von Unterrichtsinhalten, zur aktiven Auseinandersetzung mit fachlichen Inhalten oder zur Recherche von aktuellen und bisher nicht verfügbaren Materialien genutzt werden.
Der Aspekt "Lernen über Medien" fragt nicht nur nach dem fachlichen Inhalt, sondern hinterfragt auch die Medienbotschaften, die Rezeptionsbedingungen sowie die Bedingungen von Medienprodukten. Zu dieser Medienkompetenz gehört auch, dass Schülerinnen und Schüler lernen, Medien zu produzieren und für ihr Lernen, für ihre eigenen Interessen zu nutzen.
Die Medienwelt - vor allem durch das Smartphone - und damit auch die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler hat sich in den letzten Jahren gravierend verändert. Digitale Medien spielen eine immer wichtigere Rolle und Online-Plattformen sind für Jugendliche wertvolle Sozialisationsinstanzen für ihre peer-groups. Daneben steht für junge Menschen das "Leben" in den sozialen Medien für gesellschaftliche Teilhabe und auch für die zukünftige Erwerbstätigkeit in fast allen Berufssparten ist ein selbstverständlicher Umgang mit Digitalisierung unverzichtbar.
Dem müssen wir als Schule Rechnung tragen und Konzepte entwickeln, die diese starken Veränderungen im Bereich der Information, Kommunikation und Anwendung in den schulischen und vor allem unterrichtlichen Bildungsprozess einarbeiten.

Schuleigenes Medienkonzept (Schwerpunkt: Digitalisierung)

Mit Hilfe des Kollegiums ist im vergangenen Jahr ein neues Medienkonzept erstellt worden, das den Lernenden, den Lehrenden, den Eltern, allen beteiligten Institutionen und dem Schulträger zeigen soll, an welchem Punkt die Anne-Frank-Realschule derzeit bezüglich der Vermittlung von Medienkompetenz steht und wohin sie sich entwickeln möchte. Mit diesem Konzept wird es leichter möglich sein, Austausch zu ermöglichen, Ziele zu formulieren, Vereinbarungen zu treffen und durch Umsetzungsideen zu konkretisieren. Dieses Medienkonzept war auch Grundlage für die Bewerbung zur Auszeichnung "Digitale Schule" der Mint-Gesellschaft. Im Sommer 2019 wurde die Anne-Frank-Realschule zur "Digitalen Schule" geehrt. Das Medienkonzept ist hier in verkürzter Abhandlung dargestellt.

Ziele

Digitale Mediennutzung findet heute in vielfältiger Weise statt. Um sich in dieser komplexen Medienwelt orientieren zu können, reicht es aber nicht aus, nur die Bedienungstechniken zu beherrschen.
Besonders Kinder und Jugendliche, die viel Zeit mit dem Konsum von medialen Inhalten verbringen, müssen den verantwortungsbewussten und sinnvollen Umgang mit Medien erst lernen. Hier ist eine ergänzende pädagogische Rahmensetzung wichtig, die sich durch Austausch und Reflektion der Vermittlungsansätze entwickeln muss (z.B. Fragen nach digitaler Überfrachtung vor allem der jüngeren Schülerinnen und Schüler; Fragen nach alternativen Erfahrungen außerhalb digitaler Welten etc.)
Unsere Schülerinnen und Schüler individuell, zeitgemäß und mediengestützt zu einer umfassenden und kritischen Medienkompetenz auszubilden ist keine leichte Aufgabe. Die schnellen Weiterentwicklungen in der Informationstechnologie bleiben vor allem für den Bildungsbereich der Sekundarstufe I eine große Herausforderung und bedingen eine fortlaufende Anpassung der schulinternen Konzeptentwicklungen und Curricula. Die Grundlage für unsere Medienkonzeptentwicklung bildet ein schulinternes Mediencurriculum auf Basis einer Bestandsaufnahme der fachunterrichtlichen Anbindung medialer Kompetenzschulung mit dem Schwerpunkt Digitalisierung.
Die Ausrichtung des Medienkonzeptes orientiert sich an den sechs vorgegebenen Kompetenzbereichen des Medienkompetenzrahmens NRW:

  1. Bedienen und Anwenden
  2. Informieren und Recherchieren
  3. Kommunizieren und Kooperieren
  4. Produzieren und Präsentieren
  5. Analysieren und Reflektieren
  6. Problemlösen und Modellieren


Lernplattform Moodle

Mit Beginn des Schuljahres 19/20 wurde auf Wunsch des Kollegiums die Lernplattform Moodle eingefuhrt. Damit verbunden waren folgende Ziele:
  • die interne Verwaltung (Lehrerinfos, Raumverwaltung, Austausch von Unterrichtsmaterial, Vertretungsstunden usw. ) wird vereinfacht
  • Schulerinnen und Schuler haben Zugriff auch von zu Hause auf Lernmodule z.B. zum Selbstlernen
  • Lehrkrafte konnen ihren Unterricht digital gestalten innerhalb eines schulinternen Systems
  • verschiedene Gerate (iPads, Laptops, PCs, Smartphones) werden uber ein einheitliches Passwort je Schuler /Lehrer miteinander verbunden, so das ein Betriebssystemubergreifendes Arbeiten moglich ist
  • fur Eltern wird eine schnelle Kommunikationsmoglichkeit bereit gestellt Bereits im November 2019 hatten alle Lehrkrafte und alle Schulerinnen und Schuler Zugang zur Plattform. Bis zum Marz 2020 fanden mehrere schulinterne Fortbildungen fur das Kollegium statt, in denen die notigen Kenntnisse vermittelt und weitere Moglichkeiten erklart wurden.
Mit Beginn der Corona-Pandemie im Marz 2020 ist die Lernplattform die tagliche Basis fur das Distanzlernen geworden. Hier werden beispielsweise Arbeitsauftrage mit und ohne Dateien, Lernvideos, Lernquizz usw. eingestellt, Losungen bewertet, im Chat mit Klassen kommuniziert und im Forum Beitrage diskutiert.
Für Unterrichtsklassen, die im Distanzlernen unterrichtet werden, finden auch Videokonferenzen mit BigBlueBotton auf Moodle statt.

Das Unterrichtsfach Informatik

Ab dem Schuljahr 2018/19 ist das Fach Informatik als Schwerpunktfach im Wahlpflichtbereich ab Jahrgangsstufe 7 wählbar und wird in den Jahrgangsstufen 8-10 fortgeführt.

Informationstechnischer Grundlagenunterricht
Seit dem Schuljahr 19/20 gibt es ITG - Unterricht (informationstechnischer Grundlagen- Unterricht) fur die Schulerinnen und Schuler der Jahrgangsstufe 5. Die Lernenden sollen vor allem den Umgang mit der Hardware (wie PC, Laptop und iPad) kennen lernen, einzelne Programme anwenden konnen und lernen, Daten zu organisieren. So ist gewahrleistet, dass diese Schulerinnen und Schuler in den folgenden Schuljahren die notigen Grundkenntnisse haben, um sicher mit den digitalen Medien umgehen zu konnen. Der ITG-Unterricht findet im 2. Schulhalbjahr in einer Unterrichtsstunde (67,5 Minuten) statt.

Seit dem Schuljahr 20/21 wird der ITG-Unterricht auch in der Jahrgangsstufe 6 ganzjährig fortgeführt.
Projekttage (1x jährlich):

am Ende des Schuljahres 18/19: 6a,6b,6c: ITG
zu Beginn des Schuljahres 19/20: neue 6a,6b,6c : ITG
Mitte des Schuljahres 19/20: 7a,7b,7c: Textverarbeitung/ Keynote, Cyber Mobbing
9a,9b: Bewerbertraining am PC mit Pages / Word

iPad- Führerschein

In jeder Klasse ist eine Einführung zur Handhabung der neu angeschafften iPads durchgeführt worden („ipad-Führerschein“). Ausgearbeitete Handouts zur Bedienung der Geräte sind allen Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt worden. Der Führerschein wird zukünftig nur noch in der Klassenstufe 5 erworben. Schülerinnen und Schüler, die in höheren Klassen neu an unsere Schule kommen, können von Mitschülern eingewiesen werden (Unterstützung durch Medienscouts, s.unten).

Selbstlernzentrum

In Zukunft ist die Einrichtung eines kleinen Selbstlernzentrums, bestehend aus 2 Schüler- Arbeitsplätzen mit Laptops, in der Schülerbücherei geplant. An zwei Schüler-Arbeitsplätzen mit Laptop und Drucker besteht dann eine ergänzende Möglichkeit eigenständig zu üben oder Unterrichtsvorbereitungen zu erstellen. Dies soll vor allem den Schülerinnen und Schülern dienen, die zu Hause keine ausreichenden Bedingungen für die Nutzung digitaler Endgeräte zur Verfügung haben.

Projekt Pacemaker

Seit März 2021 arbeiten wir mit der Pacemaker Initiative in Düsseldorf zusammen. Das Projekt ermöglicht eine Begleitung und Unterstützung unserer Schule in der Digitalisierung und wird gefördert durch den Stifterverband der deutschen Wissenschaft in ganz Deutschland. Mehr informationen finden Sie hier.

Am Montag, den 21. und Dienstag, den 22.6.21 führte die Pacemaker-Initiative eine online Schulung mit 15 interessierten SchülerInnen aus den Jahrgängen 7-9 durch. Nachdem zunächst der Ist-Zustand von zeitgemäßem Unterricht in Hinblick auf den Einsatz moderner Medien aus der Sicht der SchülerInnen beleuchtet wurde, sollten die SchülerInnen Wunschszenarien für den Unterricht in einem Jahr entwickeln und überlegen, was SchülerInnen aktiv tun können, um die Schule in diese Wunschrichtung zu bewegen. Aus diesem Pozess ergaben sich einzelne Projekte, an denen die SchülerInnen in Kleingruppen konkret gearbeitet haben. So entstanden beispielsweise Erklärvideos für Neuankömmlinge und Eltern, um das Einloggen auf unserer Plattform Moodle anschaulich zu erklären. Andere gestalteten Kurzpräsentationen zu einzelnen LernApps, die sie als besonders motivierend und hilfreich in ihrem Unterricht empfunden und erprobt haben. Diese Präsentationen sollen auf Moodle für alle LehrerInnen als Empfehlungen eingestellt werden.

Ein Schülerprojekt:





Selbstlernzentrum

In Zukunft ist die Einrichtung eines kleinen Selbstlernzentrums, bestehend aus 2 Schüler- Arbeitsplätzen mit Laptops, in der Schülerbücherei geplant. An zwei Schüler-Arbeitsplätzen mit Laptop und Drucker besteht dann eine ergänzende Möglichkeit eigenständig zu üben oder Unterrichtsvorbereitungen zu erstellen. Dies soll vor allem den Schülerinnen und Schülern dienen, die zu Hause keine ausreichenden Bedingungen für die Nutzung digitaler Endgeräte zur Verfügung haben.


      Anne-Frank-Realschule, Ackerstr. 174, 40233 Düsseldorf - Telefon: (0211) 89 - 2 75 80 - Fax: (0211) 89 - 2 95 91 - Web: www.rs-anne-frank.eschool.de - E-Mail: rs.ackerstr@schule.duesseldorf.de

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